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    Letzte Aktualisierung: 01. Juli 2016

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    Niedriglohnbereich - Einstieg in Aufstieg

    Niedriglohnbereich - Einstieg in Aufstieg

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    Produktivitätsgerechte Löhne schaffen und sichern Arbeitsplätze. Unser Positionspapier Niedriglohnbereich – Einstieg in Aufstieg versachlicht die Diskussion um Niedriglöhne und stellt fest, dass es im Hochlohnland Deutschland keine Anzeichen für eine Verdrängung
    von „regulären“ Arbeitsverhältnissen im Hochlohnbereich gibt.

    Im Gegenteil bieten produktivitätsgerechte Löhne Einstiegschancen für viele, die bislang nicht am Erwerbsleben beteiligt waren. Damit wirken sie dem größten Armutsrisiko in Deutschland entgegen, das nach wie vor die Arbeitslosigkeit darstellt. Lohnfindung muss auch weiterhin Sache der Tarifparteien bleiben und darf nicht politisiert werden. Dies gilt umso mehr, als in der politischen Diskussion häufig Lohn und Einkommen verwechselt oder fälschlich in einen Topf geworfen werden.

    Sechs klare Aussagen zu gerechten Löhnen

    • Löhne sind der Preis der Arbeit. Sie haben eine wichtige Signalfunktion am Arbeitsmarkt, die nicht mit sozialpolitischen Wünschen und Anforderungen an das Einkommen überlagert werden darf.

    • Der Preis der Arbeit muss die Produktivität des Arbeitnehmers abbilden. Jede höhere Festsetzung vernichtet bestehende oder verhindert die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Als Entlohnung für geringqualifizierte Tätigkeiten sind im Vergleich niedrigere Löhne angemessen.

    • Deutschland braucht eine differenzierte Lohnspreizung. Der Niedriglohnbereich schafft und sichert Arbeitsplätze für geringqualifizierte. Um einen breiten Zugang in den Arbeitsmarkt zu sichern, brauchen wir niedrige Eintrittsbarrieren und produktivitätsgerechte (Wieder-)Einstiegsmöglichkeiten, die insbesondere auch langzeitarbeitslosen Menschen zugutekommen.

    • Der Ausweg aus der Armut liegt in Beschäftigung. Nach wie vor ist nicht eine vermeintlich zu niedrige Entlohnung das größte Armutsrisiko in Deutschland, sondern die Arbeitslosigkeit. Produktivitätsgerechte Löhne sind ein probates Mittel gegen Arbeitslosigkeit und können somit wirksam der Armut entgegensteuern.

    • Der Niedriglohnbereich ermöglicht Aufstiegschancen durch Einstieg in Aufstieg. Steigende Entlohnung entsteht aus höherer Produktivität, die gegebenenfalls durch Weiter- und Höherqualifizierung erreicht werden muss.

    • Die bewährte Lohnfindung muss beibehalten werden. Löhne und Lohnuntergrenzen müssen von den Tarifparteien unter Berücksichtigung der Qualifikationen und des unternehmerischen Umfelds festgelegt werden. Die Abweichung von dieser bewährten Praxis setzt Arbeitsplätze aufs Spiel.


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    Friedrich Stanner

    Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

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