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    Letzte Aktualisierung: 14. September 2016

    Information

    Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

    Die Zuwanderung nach Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Unser Integrationsmonitoring, das monatlich aktualisiert wird, gibt einen Überblick über die Entwicklung der Zuwanderungs- und Asylbewerberzahlen sowie über die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

    Entwicklung der Zuwanderungszahlen

    Nach Angaben des Ausländerzentralregisters ist die ausländische Bevölkerung in Deutschland im Juli 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1.206.000 Personen (+14 Prozent) und gegenüber dem Vormonat um knapp 65.000 Personen gewachsen.

    Im Jahr 2015 erhielten insgesamt 82.219 Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland Aufenthaltstitel zum primären Zweck der Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder zur Arbeitsplatzsuche. Diese lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

    • 7.515 Personen erhielten zum Zweck der Erwerbstätigkeit eine Niederlassungserlaubnis (+20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum)
    • An 14.468 Personen mit Hochschulabschluss wurde eine Blaue Karte EU mit einer Geltungsdauer von höchstens vier Jahren vergeben (+22,1 Prozent)
    • 54.798 Personen erhielten eine zeitlich befristete Aufenthaltserlaubnis für die Ausübung einer qualifizierten oder selbständigen Berufstätigkeit erteilt (+4,4 Prozent)
    • 5.442 gut qualifizierte Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder einem Studium haben eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsplatzsuche in Deutschland erhalten (+3,8 Prozent)

    (Quelle: Zuwanderungsmonitor des IAB, Wanderungsmonitoring des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge)

    Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

    Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge hat sich die Zahl der Erstanträge auf Asyl in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

    DeutschlandBayern
    2014173.07225.667
    2015441.89967.639
    Jan. - August 2016564.50671.423
    Vergleichszeitraum Vorjahr231.302
    (Steigerung um 144,1 Prozent)
    36.358
    (Steigerung um 96 Prozent)

    Die Personen, die im Zeitraum von Januar bis August 2016 in Deutschland einen Erstantrag auf Asyl gestellt haben, kamen überwiegend aus den folgenden Ländern:

    Haupt-AsylzugangsländerJan. - August 2016Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
    Syrien224.632+324,7
    Afghanistan100.265+683,6
    Irak78.426+529,5
    Iran19.456+687,1
    ungeklärt14.575+281,3
    Pakistan11.404+186,0
    Eritrea11.301+89,4
    Albanien10.393-72,4
    Nigeria8.455+116,5
    Russische Föderation8.198+155,6

    Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

    Einen Hinweis darauf, wie viele Flüchtlinge neu in Deutschland ankommen, geben die Zahlen der statistischen Erfassung in den Erstaufnahmeeinrichtungen (EASY). Im Jahr 2016 wurden im EASY-System bislang insgesamt 256.567 Zugänge von Asylsuchenden registriert (August 2016: 18.143). Nach dem für die Verteilung auf die Bundesländer maßgeblichen Königsteiner Schlüssel entfallen demnach rund 35.000 neu angekommene Flüchtlinge in die bayerische Zuständigkeit.

    Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland

    Nichteuropäische AsylzugangsländerJuni 2016Veränderung gegenüber Vorjahr
     absolutabsolutin Prozent
    Asylzugangsländer insgesamt102.534+25.144+32,5
    Syrien19.067+8.244+76,2
    Afghanistan18.181+4.198+30,0
    Irak18.043+2.313+14,7
    Iran16.868+2.319+15,9
    Pakistan13.700+3.537+34,8
    Nigeria10.200+2.181+27,2
    Eritrea3.930+1.427+57,0
    Somalia2.545+925+57,1

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

    Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die o. g. Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

    Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

    Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: August 2016). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

    Nichteuropäische AsylherkunftsländerArbeitslose insgesamtVeränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
     absolutin Prozentabsolutabsolut
    Nichteuropäische Asylherkunftsländer170.084+108,9144.572126.519
    Syrien101.188+211,392.43087.481
    Irak23.485+37,919.59212.379
    Afghanistan14.972+42,69.77310.183
    Iran10.965+12,68,2875.199
    Pakistan6.949+25,75.1362.627
    Eritrea6.772+222,25.7735.585
    Nigeria3.466+27,02.1081.395
    Somalia2.287+77,11.4731.670


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    Friedrich Stanner

    Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

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