Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2019

Wirtschaft im Dialog

Rückblick – 39. Forum für Zukunftsfragen – Arbeit und Arbeitsmarkt der Zukunft

vbw fordert Entlastung der Unternehmen statt weiterer Regulierung

Das 39. Forum für Zukunftsfragen der vbw am 09. Oktober 2019 in Rottendorf bei Würzburg stand ganz im Zeichen von „Arbeit und Arbeitsmarkt der Zukunft“.

Unternehmen müssen auf die sich abkühlende Konjunktur reagieren

Wolfgang Fieber, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken, machte deutlich: „Der Freistaat hatte im September dieses Jahres mit 2,8 Prozent Arbeitslosigkeit quasi Vollbeschäftigung und die niedrigste Arbeitslosenquote bundesweit. Dies ist aber kein Selbstläufer.“

Fieber wies darauf hin, dass sich nach zehn goldenen Jahren des Aufschwungs die Konjunktur in Deutschland und Bayern zunehmend abkühlt: „Die Anspannung am Arbeitsmarkt wächst: Arbeitszeitkonten werden abgebaut, die Zeitarbeit wird zurückgefahren, die Kurzarbeitsanzeigen steigen an. In einigen Unternehmen hat der Stellenabbau bereits begonnen“, so Fieber.

Viele Herausforderungen müssen gleichzeitig geschultert werden

Neben der derzeitigen konjunkturellen Abkühlung gilt es laut Fieber, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einhergehenden Veränderungen, den Strukturwandel in der Autoindustrie und die Fachkräftesicherung zu schultern.

Neue Formen der Beschäftigung erfordern ein flexibleres Arbeitsrecht

Die Arbeitsmarktpolitik muss nach Fiebers Worten flexibler werden, weitere Regulierung muss unterbleiben und die Digitalisierung in den Blick genommen werden. „Insbesondere gilt es, das Arbeitszeitgesetz zu flexibilisieren“, so Fieber.

Die Befristungsmöglichkeiten dürfen nicht weiter eingeschränkt werden

In den Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht die vbw dagegen keine Antwort auf die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen. Die Einschränkung der sachgrundlosen Befristung ist laut Fieber gerade im Abschwung das falsche Mittel.

Die Flächentarifbindung muss freiwillig bleiben

Für kontraproduktiv hält er insbesondere die Vorschläge zur Erhöhung der Tarifbindung. „Diese schaffen wir durch attraktive Tarifverträge, aber nicht durch gesetzlichen Zwang“, sagte Fieber.

Unternehmen benötigen Entlastung statt weiterer Regulierung

Die vbw spricht sich auch gegen die geplante Einführung einer Perspektivqualifizierung aus, bei der Arbeitnehmer, für die es im Betrieb keine Perspektive mehr gibt, dennoch bleiben und weiterqualifiziert werden. „Das ist eine künstliche Verlängerung, bei der man ziellos ins Blaue hinein qualifiziert“, so Fieber. Positiv sieht die vbw hingegen die Vorschläge zur Reaktivierung der Sonderregelungen zur Kurzarbeit aus der vergangenen Krise.

Rückblick

Rückblick – 39. Forum für Zukunftsfragen – Arbeit und Arbeitsmarkt der Zukunft
am 09.10.2019 in Rottendorf


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Ansprechpartner
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Michael Bischof

Geschäftsführer der vbw Bezirksgruppe Unterfranken

+49 (0)931-322 09-99
Michael Bischof

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