Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2017

Position

Mehrwert durch Open Data – die Position der vbw

Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Ihren Wert können sie nur entfalten, wenn mit ihnen gearbeitet wird. Die öffentliche Hand verfügt zur Erledigung ihrer Aufgaben traditionell über große Datenbestände. Große Teile davon werden den Behörden von Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Große Potenziale von Open Data erschließen

Durch die Digitalisierung der Verwaltung werden solche Daten in weit größerem Umfang als bisher maschinell verarbeitbar – und die Bestände nehmen laufend zu. Deshalb und aufgrund der Qualität der Daten selbst verbinden sich mit ihnen Möglichkeiten, die weit über den originären Auftrag der öffentlichen Hand hinausgehen. Erschlossen werden diese Potenziale vielfach erst, wenn Unternehmen entsprechende Angebote entwickeln: hochpräzise Navigation, deutlich bessere Vor- und Nachsorge bei Katastrophen und ressourcenschonende Landwirtschaft sind nur Beispiele für vieles, was sich mit Hilfe staatlicher Daten und unternehmerischer Kompetenz besser erledigen lässt.

Neun Anliegen zur deutschen Open Data-Politik

Um das Potenzial von Open Data auf möglichst breitem Feld zu heben, braucht Deutschland eine offensive Open Data-Politik, die sich konsistent in das digitale Enabling von Verwaltung und Gesellschaft einfügt. Wichtige Schritte dahin sind schon getan. Den weiteren Weg verbindet die vbw mit folgenden Anliegen:

  • Deutschland muss sich zu einer führenden Open Data-Nation entwickeln und auch auf europäischer Ebene eine offensive Open Data-Politik unterstützen.
  • Soweit keine besonderen Schutzrechte und –bedürfnisse dagegen stehen, müssen elektronische Datenbestände der öffentlichen Hand kostenfrei zur Nutzung zur Verfügung stehen.
  • Zum Open Data-Gesetz des Bundes, mit dem eine wichtige Rechtsgrundlage geschaffen wurde, müssen adäquate Durchführungsregeln und -techniken geschaffen werden.
  • Auch Länder und Kommunen müssen Open Data-Angebote auf gesetzliche Grundlagen stellen und mit denen des Bundes sowie untereinander kompatibel entwickeln.
  • Soweit berechtigte Schutz- und Geheimhaltungsbedürfnisse bestehen, etwa da Daten Betriebsgeheimnisse oder geschütztes geistiges Eigentum betreffen, muss ihnen rechtlich und operativ verlässlich Rechnung getragen werden.
  • Der Bestand an Open Data-Angeboten muss kontinuierlich ausgebaut werden, und zwar durch Öffnung vorhandener und im Zusammenhang mit der weiteren Digitalisierung neu aufgebauter Datenbestände.
  • Gezielte Open Data-Forschungsförderung muss vorrangig auf Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen abzielen und Schnittstellen zu Big Data-Projekten suchen.
  • Maßnahmen zur Qualitätssicherung müssen einerseits darauf abzielen, dass Open Data in hoher Qualität vorliegen, andererseits sicherstellen, dass Nutzer die Qualität der Daten richtig einschätzen und damit Haftungsrisiken vermieden werden können.
  • Auf Open Data-Portalen verfügbare Daten müssen strukturiert, übersichtlich und leicht erschließbar vorliegen und automatisiert bearbeitet werden können.


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Ansprechpartner
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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunen

+49 (0)89-551 78-249
Benedikt Rüchardt
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