Letzte Aktualisierung: 08. Juni 2016

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Bürokratische Belastungen aus Sicht der Unternehmen

Aktuell ist ein deutlicher Trend zur Überregulierung zu erkennen. Anstatt der im Koalitionsvertrag angekündigten Reduzierung des Erfüllungsaufwands bringt die Bundesregierung immer neue Gesetzesvorhaben mit bürokratischen Belastungen auf den Weg.

Überregulierungen belasten die Wirtschaft

Die Wirtschaft wird beispielsweise belastet durch Aufzeichnungs-, Kontroll- und Nachweispflichten beim Mindestlohn, Berichtspflichten bei der Frauenquote, den Mehraufwand durch die Einführung des Elterngeld plus, die drohenden Belastungen durch die Pläne für ein Lohngerechtigkeitsgesetz und für eine Lebensleistungsrente, die geplanten Änderungen beim Mutterschutz, die Ausweitung der Gefährdungsbeurteilung und das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen. Allein letzteres wird laut Angabe im Gesetzentwurf einen einmaligen Erfüllungsaufwand von 470 Millionen Euro und einen jährlichen Erfüllungsaufwand von 160 Millionen Euro mit sich bringen.

Bürokratische Belastungen aus Sicht des Unternehmens

Die vbw hat zwei Befragungen zum Thema gestartet und insbesondere bayerische Unternehmen zu den Kostentreibern und der Zufriedenheit mit Verwaltungshandeln konsultiert. Die Antworten der Unternehmen bestätigen die derzeitige Regulierungswut der Bundesregierung. Die Zusammenfassung der Umfragen können Sie in unseren anhängendem Positionspapier nachlesen.

Die vbw tritt für eine nachhaltige Strategie zum Bürokratieabbau und damit verbundene konkrete Maßnahmen auf EU-, Bundes- und Landesebene ein. Der Anfang ist bereits gemacht. Doch weitere Schritte sind notwendig, um bürokratische Belastungen dauerhaft zu reduzieren.


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Ansprechpartner
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Karolina Bihler

Arbeitsrecht, Entbürokratisierung, Sozialversicherungsrecht

+49 (0)89-551 78-233
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