Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017

Position

Teilzeitbeschäftigung

Die Beschäftigung in Teilzeit und flexible Arbeitszeiten haben sich als Instrumente der modernen Gestaltung des Arbeitsalltags bewährt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben gleichermaßen ein Interesse daran, in gegenseitigem Einvernehmen eine für beide Seiten passende Regelung zu vereinbaren.

In unserem Positionspapier Teilzeitbeschäftigung haben wir die Anforderungen der bayerischen Unternehmen an ein modernes und wettbewerbsfähiges Teilzeitrecht zusammengefasst. Dieses können Sie am Ende dieser Seite herunterladen.

Die Forderungen der vbw im Überblick:

  • Die Rechte der Teilzeitbeschäftigten auf Verlängerung ihrer Arbeitszeit bzw. auf Rückkehr in Vollzeit sind ausreichend und dürfen nicht erweitert werden. Insbesondere ein Anspruch auf befristete allgemeine Teilzeit nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ist abzulehnen. Betriebsspezifische Vereinbarungen sind auch hier sinnvoller als gesetzliche Regelungen. Viele Unternehmen bieten beispielsweise freiwillig Kinderbetreuungsmöglichkeiten an, die zur Förderung von Vollzeitbeschäftigungen beitragen. Außerdem wünschen gut 90 Prozent der Beschäftigten gar keine Veränderung ihrer Wochenarbeitszeit Statistisches Bundesamt 2016.
  • Der bürokratische und komplizierte allgemeine Teilzeitanspruch im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) muss abgeschafft werden. Freiwilligen Teilzeitvereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist Vorrang einzuräumen, da sie den betrieblichen und individuellen Bedürfnissen besser Rechnung tragen.
  • In Fällen der Elternzeit und der Großelternzeit bedarf auch der besondere Teilzeitanspruch des Elternzeitlers nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) eines sachgerechten Interessenausgleichs. Das Vorliegen einfacher betrieblicher Gründe muss für die Ablehnung durch den Arbeitgeber ausreichen. Gleiches gilt für den Anspruch auf teilweise Freistellung im Rahmen des Pflegezeitgesetzes.
  • Teilzeitkräfte dürfen bei der Berechnung der arbeitsrechtlichen Schwellenwerte generell nur anteilig berücksichtigt werden.
  • Die besondere Regelung zur Kündigung bei der Arbeitsplatzteilung (§ 13 TzBfG) muss abgeschafft werden.
  • Eine stärkere Regulierung der geringfügigen Beschäftigung ist abzulehnen. Um Übergänge von geringfügiger in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu fördern, sollten aber die Erwerbsfreibetragsregelungen bei Bezug von Arbeitslosengeld II weiterentwickelt werden.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Julius Jacoby

Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht, Internationales Recht

+49 (0)89-551 78-233
Julius Jacoby
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben