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    Letzte Aktualisierung: 29. August 2016

    Information

    Zeitarbeit in der M+E Industrie

    Mit Zeitarbeit können Unternehmen flexibel auf konjunkturelle Schwankungen reagieren und Auftragsspitzen abfedern. Zeitarbeit ergänzt dabei das Stammpersonal, ersetzt es aber nicht. Nur 2,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern sind in der Zeitarbeit tätig.

    Sprungbrett in Beschäftigung

    Gleichzeitig ist Zeitarbeit ein Sprungbrett in Beschäftigung, insbesondere für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose. Rund zwei Drittel der Zeitarbeitskräfte kommen aus der Arbeitslosigkeit in vollwertige Arbeitsverhältnisse. Zeitarbeit qualifiziert – mehr, als es Arbeitslosigkeit tut.

    Wichtiges Flexibilisierungsinstrument für die M+E Industrie

    Zeitarbeit ist für die bayerische Metall- und Elektroindustrie ein wichtiges personalwirtschaftliches Flexibilisierungsinstrument. Sie trägt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen M+E Industrie bei. Zwei Drittel aller bayerischen M+E Betriebe beschäftigen Zeitarbeitnehmer, insgesamt etwa 35.000 (Stand Sommer 2016).Bezogen auf die Stammbelegschaft ist das ein Anteil von vier Prozent.

    Das zeigt: Zeitarbeit ist wichtig, um der volatilen konjunkturellen Situation Rechnung zu tragen. Sie ersetzt aber die Stammbelegschaft nicht. Dies lässt sich auch daran ablesen, dass in der bayerischen M+E-Industrie die Zahl der Stammarbeitsplätze seit Jahren kontinuierlich steigt: zuletzt auf 819.000, während die Zahl der Zeitarbeitnehmer relativ konstant bleibt. Außerdem werden zwei Drittel der Zeitarbeiter nicht länger als ein Jahr eingesetzt.

    Geplante Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes zum 01. Januar 2017

    Eine Neuregelung zur Arbeitnehmerüberlassung ist grundsätzlich nicht notwendig. Die Einigung der Koalition stellt jedoch einen tragfähigen Kompromiss dar. Es ist ein gangbarer Weg gefunden worden, der die Belastungen der Unternehmen in Grenzen hält. Es ist gelungen, gegenüber dem ursprünglichen Entwurf entscheidende Veränderungen vorzunehmen und Vorschriften, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erheblich eingeschränkt hätten, aus dem Gesetz zu streichen. Positiv ist, dass angemessene Gestaltungsmöglichkeiten für tarifvertragliche Lösungen geschaffen wurden, auf die auch nicht-tarifgebundene Unternehmen Bezug nehmen können. Insoweit sind auch für sie Abweichungen von der gesetzlichen Höchstüberlastungsdauer von 18 Monaten möglich.


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    Ansprechpartner
    Ansprechpartner

    Karolina Bihler

    Arbeitsrecht, Entbürokratisierung, Sozialversicherungsrecht

    +49 (0)89-551 78-236
    +49 (0)173-346 38 06
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    Karolina Bihler
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