Letzte Aktualisierung: 24. August 2017

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Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung: Exponate Industrie Teil 1

Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung

Auf seinem Kongress am 28. Juni 2017 stellte der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft die vbw Studie Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung vor. Sie untersucht den konkreten Nutzen der Digitalisierung für die Volkswirtschaft als Ganzes, für einzelne Branchen und auch für jeden Einzelnen. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen gibt der Zukunftsrat klare Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Exponate zur Digitalisierung in der Industrie

Auf dem Kongress des Zukunftsrats zeigten innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen konkrete Anwendungen und aktuelle Trends der Digitalisierung in allen Sektoren. Aus dem Bereich Industrie stellen wir Ihnen auf der Seite des Zukunftsrats unter www.vbw-zukunftsrat.de fünf Exponate zur Digitalisierung in der Industrie vor.

Additive Fertigung in der Produktion

Bei der additiven Fertigung werden Bauteile auf Basis digitaler Konstruktionsdaten dreidimensional Schicht für Schicht aufgebaut. So werden Produkte in einem Arbeitsgang maßgeschneidert oder klassische Serienprodukte mit einem Hybridverfahren individualisiert. Ebenso lassen sich nach Bedarf Ersatzteile fertigen. Die Technologie ermöglicht dreidimensionale Bauteile mit komplexen Innenstrukturen. Anfang 2017 gelang Siemens der erste erfolgreiche Test von vollständig additiv gefertigten Gasturbinenschaufeln. Mehr erfahren Sie im Video .

Additive Fertigung von Betonbauteilen

Die additive Fertigung kommt auch im Bauwesen zur Anwendung. Ohne den Einsatz von Formwerkzeug lassen sich frei geformte Bauteile herstellen wie z.B. in Hinblick auf Statik und Bauphysik optimierte Tragwerks- und Hüllelemente. Zudem lassen sich weitere Funktionen in die Bauteile integrieren. An der TU München wird in einem Forschungsvorhaben die additive Fertigung durch das selektive Binden von Gesteinskörnung mit Portlandzement untersucht. Beim selektiven Binden wird fließfähiges Material gezielt in dünne Schichten einer trockenen Schüttung eingebracht, wodurch diese in den Bereichen lokal verfestigt werden, wo das spätere Bauteil entstehen soll. Mehr erfahren Sie im Video .

3D-Druck von Lebensmitteln

Die additive Fertigung (umgangssprachlich 3D-Druck genannt) ist ein wichtiger Trend in vielen Bereichen der Digitalisierung in der Industrie. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Maschinenteile herstellen, sondern sogar Lebensmittel "drucken". Der Bocusini Pro verarbeitet Marzipan zu individuellen Figuren und findet in kreativen Großküchen und Konditoreien Anwendung. So kann z.B. ein Brautpaar originalgetreu modelliert werden. Mehr erfahren Sie im Video .

Plant Cube

Immer mehr Menschen leben in kleinen Stadtwohnungen ohne eigenen Garten. Durch die Digitalisierung ist es jedoch einfach als je zuvor, unabhängig von Außenflächen und Jahreszeiten frische Küchenzutaten zu erhalten. Agrilution bietet einen plug’n’play Gewächsgarten, dafür passende Saatmatten und eine App die es auch ohne grünen Daumen ermöglicht im eigenen zu Hause eine Vielfalt von frischen Kräutern und Gemüse anzubauen. In größerem Maßstab werden ähnliche Verfahren bereits in Metropolen wie New York oder Singapur getestet. Mehr erfahren Sie im Video .

5G in der Robotik

Der kommende Telekommunikationsstandard 5G wird nicht nur Verbrauchern, sondern auch besonders der Industrie große Vorteile bringen. Beispielsweise wird mit 5G die Echtzeit-Ansteuerung über Funk von Robotern und ihren Werkzeugen und Sensoren möglich. Dadurch können z.B. Kameras und Sensoren drahtlos mit dem Steuerkreis von Robotern verbunden werden um kleine Abweichungen im Produktionsprozess auszugleichen. Insbesondere für mobile Roboter ermöglicht dies neue Einsatzmöglichkeiten. Mehr erfahren Sie im Video .


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Dr. Manfred Heublein

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