Letzte Aktualisierung: 02. Dezember 2019

Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft / Mittelfranken

Rückblick – TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch.

Bei der Regionalveranstaltung des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft am 28. November 2019 in Nürnberg wurde die vbw Studie TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch. vorgestellt.

Einleitend betonte Christine Völzow, Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik der vbw, die interdisziplinäre Zusammensetzung des Zukunftsrats, in dem Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bayerischer Staatsregierung mitwirken. Dieses Jahr zeigte das Gremium auf, wie sich die für Bayern relevanten technologischen Zukunftsfelder entwickelt haben und wo noch Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft gehoben werden können. Entscheidend sei dabei, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, Technologien auf ihn auszurichten und deren Nutzen zu vermitteln, so Völzow. Einen wichtigen Beitrag leisteten daher auch die Aussteller mit ihren Exponaten, die Teil jeder Zukunftsratsveranstaltung seien.

vbw Studie TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch.

Im Anschluss präsentierte Kai Gramke von der EconSight GmbH die zentralen Inhalte der Studie und zeigte die Entwicklungen in den zehn für Bayern relevanten technologischen Zukunftsfeldern auf. Dabei wurden einerseits Marktentwicklungen und zukünftige Potenziale zentraler Technologien aufgezeigt und andererseits Hemmnisse und Erfolgsfaktoren für deren Implementierung und Diffusion in Deutschland und Bayern präsentiert. Im Mittelpunkt standen die Digitalisierung, KI und Robotik sowie verschiedene Mensch-Maschine-Interaktionstechnologien.

Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats

Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie hat der Zukunftsrat Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft formuliert. Ziel ist es, die technologische Zukunft wirtschaftlich erfolgreich, nachhaltig und im Sinne der hier lebenden Menschen zu gestalten.

Bei der Veranstaltung in Nürnberg ging Prof. Wolfang Peukert, Inhaber des Lehrstuhls für Feststoff-Grenzflächenverfahrenstechnik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, darauf ein, was Unternehmen bei der Implementierung neuer Anwendung beachten müssen und welche Kommunikationskanäle dafür genutzt werden sollten. Thomas Abend von der Nürnberger Vitas GmbH stellte zur Einführung in die Thematik einen digitalen Sprachassistenten vor, der wie ein echter Mensch kommunizieren kann. Wenn neue Technologien und Anwendungen an ethischen Grundsätzen gemessen werden, gelte es, eine differenzierte Bewertung vorzunehmen. Vor allem die Praxisrelevanz und den Nutzen dürfe man bei allen ethischen Debatten nicht vergessen, so Peukert.

Anschließend stellte Dr. Michael Bartl von der Tawny GmbH eine KI-basierte Technologie vor, die es Maschinen, Robotern und digitalen Systemen erlaubt, die Emotionen von Menschen zu erkennen. Im Anschluss erläuterte Zukunftsratsmitglied Prof. Günther Wess, wie Bayern seine gute Position im Bereich der Künstlichen Intelligenz weiter ausbauen kann und was bei der Mensch-Maschine Interaktion aus Sicht des Zukunftsrats zu beachten ist. Im Mittelpunkt müsse immer der Nutzer stehen, damit die maschinellen Kompetenzen die menschlichen optimal unterstützen und ergänzen können, so Wess.

Abschließend zeigte Prof. Thomas Hamacher, Inhaber des Lehrstuhls für Erneuerbare und Nachhaltige Energiesysteme an der TU München, welche Rahmenbedingungen innovative Unternehmen und Initiativen benötigen, um erfolgreich zu sein. Als einführendes Beispiel erklärte Domenik Radeck vom Team Hyperloop der TU München das Konzept des Hyperloops und wie es dem Studententeam gelungen ist, die Hyperloop Competition von Space X in Los Angeles zum vierten Mal in Folge zu gewinnen. Prof. Hamacher führte danach aus, wie wichtig es sei, mehr Mut zum Risiko beispielsweise in der Forschung in Kauf zu nehmen, damit neue Technologien, Anwendungen und Geschäftsmodelle entdeckt werden können. Dafür muss es insgesamt attraktiver werden, interdisziplinäre Ansätze zu verfolgen und vor allem im Hightech-Bereich dürfen Gründungen nicht an der infrastrukturellen Ausstattung scheitern.

Natürlich konnte bei der Veranstaltung nur ein Ausschnitt vorgestellt werden. Die vollständigen Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats stehen hier zum Download zur Verfügung.

Diskussionsrunde Frag den Rat

In der von der von Matthias Werner, Geschäftsführer der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken moderierten Diskussionsrunde stellten sich Prof. Thomas Hamacher, Prof. Wolfgang Peukert Prof. Günther Wess sowie Christine Völzow den Fragen der Besucher.

So wurde diskutiert, wie wir in Zukunft mit Maschinen und Robotern zusammenarbeiten werden, was wir tun können, um nicht von anderen Ländern abgehängt zu werden und wie die Chancen technologischer Innovationen besser und vor allem schneller genutzt werden können. Beim anschließenden Get-together wurden die Gespräche fortgeführt.

Neben der Vitas GmbH, der Tawny GmbH und dem Team Hyperloop stellten auch die Connected Reality by Coachcom GmbH, die Baxter Deutschland GmbH, die Catus Consultants GmbH und das Fraunhofer IGCV praktische Anwendungen neuer Technologien aus den Bereichen Virtual Reality, Robotik, Mobilität und Digitalisierung vor. Zusätzlich zeigte Marla Ridzewski zwei von der i-telligence GmbH trainierte Nao Roboter. Weitere Beispiele mit kurzen Videoportraits finden Sie auch auf der Homepage des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft.

Rückblick

Rückblick – TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch.
am 28.11.2019 in Nürnberg


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