Letzte Aktualisierung: 11. Dezember 2019

Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft / Oberfranken

Rückblick – TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch.

Bei der Regionalveranstaltung des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft am 9. Dezember 2019 in Hirschaid wurde die vbw Studie TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch. vorgestellt. Einleitend betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, dass das Ergebnis der Studie gemischt ausfällt. Die Ausgangslage in den für Bayern zentralen technologischen Zukunftsfeldern ist zwar nach wie vor gut, aber es bleiben noch zu viele Chancen ungenutzt. Die Hightech-Agenda des Freistaats setzte diesbezüglich einen wichtigen Impuls, um den Standort Bayern nach vorne zu bringen, und greife viele Kernanliegen des Zukunftsrats auf, so Brossardt.

vbw Studie TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch.

Im Anschluss präsentierte Kai Gramke von der EconSight GmbH die zentralen Inhalte der Studie und zeigte die Entwicklungen in den zehn für Bayern relevanten technologischen Zukunftsfeldern auf. Analysiert wurden Marktentwicklungen und zukünftige Potenziale zentraler Technologien sowie Hemmnisse und Erfolgsfaktoren für deren Implementierung und Diffusion in Deutschland und Bayern. Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Digitalisierung, KI und Robotik sowie verschiedene Mensch-Maschine-Interaktionstechnologien.

Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats

Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie hat der Zukunftsrat Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft formuliert. Ziel ist es, die technologische Zukunft wirtschaftlich erfolgreich, nachhaltig und im Sinne der hier lebenden Menschen zu gestalten.

Bei der Veranstaltung in Hirschaid präsentierte Prof. Michael F. Zäh, Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik im iwb der TU München, welche Initiativen und Maßnahmen aus Sicht des Zukunftsrat erforderlich sind, um die Additive Fertigung weiter nach vorne zu bringen. Als einführendes Beispiel stellte Andreas Bachmann von der Themengruppe Additive Fertigung des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) vor, woran aktuell geforscht wird. Dabei stehen sowohl die Entwicklung von neuen Verfahren als auch die Erweiterung des Prozessverständnisses bei bereits existierenden Verfahren im Vordergrund. Prof. Zäh führte danach weiter aus, was außerdem im Bereich der Fachkräftesicherung zu tun ist und welche Grundkenntnisse die allgemeinbildenden Schulen vermitteln sollten.

Danach ging Prof. Udo Lindemann, Ordinarius im Ruhestand für Produktentwicklung und Emeritus of Excellence an der TU München, auf die Bedeutung von 3D-Visualisierung und -Simulation als wichtige Mensch-Maschine-Interaktionstechnologie ein. Thomas Halder von der Connected Reality by Coachcom GmbH stellte zur Einführung in die Thematik vor, wie 3D-, VR- und AR-Anwendungen in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden. Der Staat müsse diese innovative Technik stärker fördern, Synergieeffekte begünstigen und 3D-Anwendungen, z.B. bei Bauvorhaben, selbst einsetzen, so Lindemann.

Abschließend stellte Dr. Norbert Lütke-Entrup, Head of Technology and Innovation Management, Corporate Technology der Siemens AG ausgewählte Handlungsempfehlungen zur Implementierung neuer Technologien vor. Zentraler Erfolgsfaktor sei dabei, die Mitarbeiter frühzeitig einzubinden und zu informieren sowie den Nutzen neuer Anwendungen zu erklären, so Lütke-Entrup. Darüber hinaus sollten sich Unternehmen eine Innovationsstrategie geben und in regelmäßigen Abständen die Zukunftsfähigkeit ihres Geschäftsmodells analysieren und ggf. neu ausrichten. Arbia Bejaoui und Wiebe Jonas von der 42 DBS GmbH zeigten zur Einführung in die Thematik die Software Shakespeare, mit der Unternehmen Prozesse digitalisieren können.

Natürlich konnte bei der Veranstaltung nur ein Ausschnitt vorgestellt werden. Die vollständigen Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats stehen hier zum Download zur Verfügung.

Diskussionsrunde Frag den Rat

In der von der von Patrick Püttner, Geschäftsführer der vbw Bezirksgruppe Oberfranken moderierten Diskussionsrunde stellten sich Prof. Michael F. Zäh, Prof. Udo Lindemann, Dr. Norbert Lütke-Entrup, Bertram Brossardt sowie Prof. Wolfgang Peukert, Inhaber des Lehrstuhls für Feststoff- Grenzflächenverfahrenstechnik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und Prof. Thomas Hamacher, Inhaber des Lehrstuhls für Erneuerbare und Nachhaltige Energiesysteme der TU München den Fragen der Besucher.

So wurde diskutiert, wie wir in Zukunft mit Maschinen und Robotern zusammenarbeiten werden, was wir tun können, um nicht von anderen Ländern abgehängt zu werden und wie die Chancen technologischer Innovationen besser und vor allem schneller genutzt werden können. Beim anschließenden Get-together wurden die Gespräche fortgeführt. Neben dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München, der Connected Reality by Coachcom GmbH und der 42 DBS GmbH zeigte Marla Ridzewski zwei von der i-telligence GmbH trainierte Nao Roboter. Weitere Beispiele zu neuen Technologien und wie diese eingesetzt werden finden Sie in Form kurzer Videoportraits auf der Homepage des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft .

Rückblick

Rückblick – TechCheck 2019. Erfolgsfaktor Mensch.
am 09.12.2019 in Hirschaid


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