Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2019

Position

Bundesbericht Forschung und Innovation 2018

Mitte 2018 wurde der neue Bundesbericht Forschung und Innovation (BuFI) vorgestellt. Der BuFI informiert umfassend über die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der Bundesregierung, der Länder und der EU. Der Bericht stellt die verschiedenen Elemente der deutschen Forschungs- und Innovationslandschaft dar und bereitet Daten und Fakten auf. Der BuFI wird dem Deutschen Bundestag alle zwei Jahre vorgelegt. Der komplette Bericht kann auf den Seiten des Bundesministerums für Bildung und Forschung heruntergeladen werden, wenn man dem Link auf der rechten Seite folgt.

Bewertung

Investitionen in Forschung und Innovationen sind zentrale Wachstumstreiber für die Wettbewerbsfähigkeit. Der Anteil der F+E-Aufwendungen am BIP 2016 – auch als Forschungsintensität bezeichnet – beträgt knapp drei Prozent. Damit wird das F+E-Ziel der Europa 2020-Strategie annähernd erreicht. Es ist zu begrüßen, dass sich die Bundesregierung auf eine Forschungsintensität von 3,5 Prozent bis zum Jahr 2025 geeinigt hat.

Die Ausgaben für F+E müssen jedoch sowohl beim Staat als auch quer durch die gesamte Wirtschaft über diese Marke hinaus weiter steigen, will man die eigene Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Dabei ist zu beachten, dass immerhin zwei Drittel der gesamten F+E-Aufwendungen bereits heute von den Unternehmen getragen werden. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, die laufenden Diskussionen um eine steuerliche Forschungsförderung zügig abzuschließen und eine für die ganze Breite der Wirtschaft wirksame Regelung zu sorgen.

Die Aufwendungen für F+E müssen weiter kontinuierlich steigen. So strebt der bayerische Pakt für Innovationen eine Steigerung auf 3,6 Prozent bis zum Jahr 2020 an. 2016 betrug der Wert bereits 3,16 Prozent.

Vorausschauende Forschungspolitik hat die Aufgabe, ein günstiges Umfeld für F+E zu schaffen. Sie muss Stärken mit exzellenzorientierten Ansätzen profilieren und vorhandene Schwächen kompensieren. Die Leitlinien müssen stets Transparenz, Vernetzung und Transfer lauten. Gleichzeitig gilt es, die Instrumente des Bundes der Länder und der EU aufeinander abzustimmen. Die Einbettung der deutschen Forschung in die europäische und internationale Forschung ist zu gewährleisten.

Zusätzlich müssen mehr mittelständisch geprägte Unternehmen dazu bewegt werden, innovativ tätig zu werden. Dabei muss das langfristige, gemeinsame und strategische Handeln von Politik, Forschung und Industrie gestärkt werden. In allen drei Bereichen gilt es, die bestehenden Optimierungspotenziale auszuschöpfen. Es bedarf klarer Zielvorgaben, insbesondere im Benchmark zu den Mitbewerber-Standorten. Strategien und Strukturen sind laufend den Effizienzerfordernissen anzupassen und weiterzuentwickeln.


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Volker M. Schilling

Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Technologiepolitik, Tourismus

+49 (0)89-551 78-249
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