Letzte Aktualisierung: 27. Juli 2016

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Big Data im Freistaat Bayern. Studie und Handlungsempfehlungen

Auf dem Kongress des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft ist am 18. Juli 2016 in München die vbw Studie Big Data im Freistaat Bayern - Chancen und Herausforderungen vorgestellt worden. Aufbauend auf der Studie hat der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft Handlungsempfehlungen zum Einsatz und zur Förderung von Big Data Technologien formuliert.

Potenziale für Big Data am Standort Bayern

Im Industriebereich nimmt der Freistaat Bayern als Standort für Big-Data-
Technologien und -Anwendungen im europäischen Vergleich eine herausragende
Stellung ein und ist für global agierende Unternehmen hoch attraktiv. Als Forschungsstandort für Big Data ist Bayern ebenso wie Deutschland hingegen weniger stark aufgestellt. Zwar gibt es eine Reihe von herausragenden Forschungsinstitutionen wie die TU München oder die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, insgesamt sind jedoch China und die Vereinigten Staaten führend bei der Big Data Forschung.

Anwendung von Big Data Technologien in Unternehmen

Vor allem Großunternehmen nutzen Big Data bereits heute zur verbesserten Steuerung operativer Prozesse, zur Kostenreduktion oder zur Verbesserung von strategischen Entscheidungen. Kleine und mittelständische Unternehmen nehmen bei Big Data Themen dagegen noch eine abwartende Haltung ein. Als Hemnisse für den Einsatz von Big Data werden häufig der Mangel an datenspezifischen Kompetenzen und Fachkräften im Unternehmen, sowie rechtliche Unsicherheiten genannt.

Rechtliche Aspekte von Big Data

Der Rechtsrahmen, vor allem in Bezug auf Datenschutz nimmt für den Einsatz von Big Data eine Schlüsselrolle ein. Die Studie erläutert, welche rechtlichen Rahmenbedingungen heute zu beachten sind, weist aber auch auf offene Rechtsfragen hin und zeigt auf, welche Rechtsänderungen anzustreben sind. Das Recht ist als Gestaltungsfaktor für Big Data Anwendungen zu betrachten, die mit rechtlichen Mitteln nicht verhindert, sondern ermöglicht werden sollen.

Passende Rahmenbedingungen für Big Data schaffen

Diesen Ansatz greift auch der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft in seinen Handlungsempfehlungen zu Big Data auf. Um den Einsatz von Big Data in Unternehmen voranzutreiben, fordert der Zukunftsrat einen sicheren und verlässlichen Rechtsrahmen, der vor allem auch innovationsfreundlich ist. Ebenso muss die Sicherung des Fachkräftenachwuchses gewährleistet werden. Nur wenn genügend Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind, hat auch der Mittelstand eine Chance, Big Data Kompetenz ins eigene Unternehmen zu holen.

Bayern zur Big Data Leitregion in Europa machen

Für die Entwicklung innovativer hybrider Geschäftsmodelle spielen Big Data Technologien in allen Branchen und Technologiefeldern eine entscheidende Rolle. Deshalb fordert der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft, Bayern zur europäischen Leitregion für Big Data zu machen. Unternehmen sollen eine individuelle Strategie zum Umgang und zur Nutzung von Daten etablieren. Wertvolle Hinweise dazu gibt der Zukunftsrat in seinen Handlungsempfehlungen. Auch der Staat braucht eine Big Data Strategie. Diese sollte durch gezielte Förderschwerpunkte den Forschungsstandort weiterentwicklen sowie ein Programm für das Querschnittsthema Daten- und IT-Sicherheit beinhalten. Weiterhin fordert der Zukunftsrat die gezielte Förderung des unternehmerischen Mittelstandes auch bei der Zusammenarbeit mit IT- Unternehmen.

Lesen Sie jetzt die Studie und die Handlungsempfehlungen zu Big Data

Die vbw Studie Big Data im Freistaat Bayern - Chancen und Herausforderungen können Sie kostenfrei bestellen. Die Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft zu Big Data stehen in einer Langfassung und einer Kurzfassung zum Download und zur Bestellung bereit. Weitere Informationen zum Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft und zum Kongress am 18. Juli 2016 finden Sie auch auf der Homepage des Zukunftsrats unter www.vbw-zukunftsrat.de .


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Dr. Manfred Heublein

Manfred Heublein
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