Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2020

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Rückblick Auftaktveranstaltung „ETAPP – Standards in der Teilqualifizierung"

Am 23. Januar 2020 fand die Veranstaltung "ETAPP – bundesweit einheitliche Standards in der Teilqualifizierung" im Haus der Deutschen Wirtschaft Berlin statt.

TQ im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis

Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, ging in seiner Impulsrede vor allem auf die Anfänge der Teilqualifizierung (TQ) ein.

Seitdem wurde das Angebot der TQ stetig bedarfsorientiert ausgebaut. Im Rahmen der Podiumsrunde wurden zentrale Fragen zur Umsetzung von Teilqualifikationen in der Praxis erörtert. Diskutiert wurde unter Anderem, welchen Beitrag TQs für die Fachkräftesicherung leisten können und welche Gelingsfaktoren zur Umsetzung in der Praxis beitragen.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion erklärte Bertram Brossardt: „Die Teilqualifizierung mit ihrer Durchstiegsoption bis zum Facharbeiterbrief ist für uns als Verbände seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell zur Fachkräftesicherung und eine strategisch angelegte Weiterentwicklung der beruflichen Bildung. Daher unterstützt die vbw das ETAPP-Projekt.“

Aus Sicht der bayerischen Arbeitgeberverbände gilt es, den Bekanntheitsgrad der TQs noch weiter auszubauen.

Einblicke in die gelungene Umsetzung von TQs in der Praixs boten Ulrich Klose, Progress-Werk Oberkirch AG, und Sandra Rodler, HR Business Partner bei KYOCERA Fineceramics Precision GmbH vom oberfränkischen Standort in Selb. Sechs Teilnehmer*innen haben hier drei Module der TQ-Kette „Fachkraft für Metalltechnik“ durchlaufen. Aktuell nehmen fünf Personen an dem vierten Modul mit dem Ziel des Facharbeiterabschlusses teil.

Aus Sicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind bedarfsorientierte und zielgruppengerechte Qualifizierungsangebote mit Blick auf die Anforderung des Arbeitsmarktes von morgen von zentraler Bedeutung. Hier können qualitativ hochwertige und standardisierte TQs einen wichtigen Beitrag leisten.

An der Podiumsdiskussion nahmen teil:

  • Bertram Brossardt
  • Christian Rauch (Vorsitzender der Geschäftsführung Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit)
  • Dr. Oliver Diehl (stellvertretender Referatsleiter, Bundesministerium für Bildung und Forschung)
  • Ulrich Klose (Group HR Director, Progress-Werk Oberkirch AG)
  • Sandra Rodler (HR Business Partner, KYOCERA Fineceramics Precision GmbH)

Teilqualifizierung – ein Erfolgsmodell

Die bayerischen Arbeitgeberverbände bieten in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. bereits seit 2007 Teilqualifizierungen an, um an- und ungelernte Beschäftigte und Arbeitsuchende für den Arbeitsmarkt fit zu machen und ihr Einsatzfeld entsprechend zu erweitern.

Seit Projektstart im Jahr 2007 können die Verbände mit "Chance Teilqualifizierung" eine erfolgreiche Bilanz ziehen: insgesamt konnten über 15.400 Fachkräfte über alle Branchen hinweg weiterqualifiziert werden.

Über das BMBF-Projekt "ETAPP"

Aktuell gibt es eine Vielfalt an Bildungsträgern mit unterschiedlichen TQ-Konzepten und Kompetenzfeststellungsverfahren. Zudem fehlt es an einer einheitlichen Regelung für die Zulassungsvoraussetzungen zur Externenprüfung.

ETAPP arbeitet an einer umfassenden Bestands­auf­nahme von Teil­­­quali­fika­tionen (TQ), um eine Struktur­­vorlage für einen Mindest­standard entwickeln zu können.Bei dieser Bestandsaufnahme wird gründlich recherchiert, welche TQ-Konzepte es aktuell deutsch­landweit gibt. Sie werden anschließend zusammengefasst, analysiert und evaluiert.

ETAPP ist ein vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung geför­­dertes Projekt. Es hat die Zielsetzung, arbeits­suchen­de und beschäftigte Erwachsene unkompliziert bei ihrer Qualifi­zierung weiter­zubringen – egal an welchem Ort in Deutschland.

Sowohl die Arbeitgeber als auch die TQ-Teilnehmenden profitieren von einem standardisierten TQ-Modulsystem, welches das breite Spektrum der TQ-Angebote für alle Beteiligten transparent, vergleichbar und zugänglich macht.

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Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
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