Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2020

Projektveranstaltung

Projektbesuch "LZA - Chance zum Wiedereinstieg"

Im Rahmen der Initiative FKS+ wurde in Kooperation mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit das Projekt „LZA – Chance zum Wiedereinstieg“ an den drei Standorten München, Nürnberg und Augsburg durchgeführt. Ziel des Projekts war es, durch ein intensives Coaching und eine Kompetenzfeststellung Langzeitarbeitslose an eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Zum Abschluss des Projekts fand nun ein Projektbesuch statt, bei dem ein erfolgreiches Integrationsbeispiel vorgestellt wurde und ein Fazit gezogen wurde.

Erfolgsfaktor individuelle Betreuung

Dr. Christof Prechtl, stv. Hauptgeschäftsführer der vbw und Leiter der Abteilung Bildung, Fachkräftesicherung und Integration betonte in seinem Begrüßungsstatement, dass es trotz der teilweise langen Arbeitslosigkeit der Projektteilnehmer gelungen ist, für jeden Teilnehmer neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufzuzeigen und über 40 Prozent der vermittelbaren Teilnehmer eine Beschäftigung gefunden haben. Der entscheidende Erfolgsfaktor ist seiner Einschätzung nach die individuelle Begleitung und Betreuung der Teilnehmer im Projekt. Motivation für die vbw an solchen Projekten mitzuwirken ist, dazu beizutragen, die Erfahrungen zu nutzen, um künftig in der Fläche Wege in Beschäftigung besser zu gestalten.

Projekt als „arbeitsmarktpolitisches Labor“

Klaus Beier, Geschäftsführer Operativ und ständiger Vertreter des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern zeigte sich erfreut, dass die vbw und die Regionaldirektion Bayern wieder einmal zusammen in einem Projekt ausloten konnten, welchen Faktoren für eine erfolgreiche Integration in Arbeit ausschlaggebend sind. Nach Ablauf des Projekts erfolgt nun eine Evaluation und es wird geprüft, welche Elemente künftig in die Fläche getragen werden können. Er betonte, dass es bei allen Anstrengungen zur Fachkräftesicherung erste Priorität sein muss, bestehende Potenziale zu nutzen, so kann es gelingen, einerseits Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig Menschen die Perspektive für ein selbstgestaltetes Leben zu geben.

Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration

Um einen Einblick in die Erfolge des Projekts zu gewinnen, wurde ein erfolgreiche Integrationsmaßnahme vorgestellt. Yusuf Hodiri ein Teilnehmer am Standort München ist seit November 2019 bei der enGEtec GmbH als Elektroniker im Bereich Energie- und Gebäudetechnik beschäftigt. Herr Hodiri berichtet aus seinen Erfahrungen in dem Projekt. So wurde er unterstützt bei dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen und für Bewerbungsgespräche gecoacht. Ihm wurde anhand von seinen Vorkenntnissen Wege in eine Beschäftigung aufgezeigt und mögliche Weiterqualifizierungen skizziert. Nach einem Praktikum bei der Firma enGEtec GmbH aus München, wurde er dort eingestellt und bereitet sich nun auf die Anerkennung seiner Qualifikationen vor. Langfristig möchte sich Herr Hodiri zum Meister ausbilden lassen.

Für den Geschäftsführer der enGEtec GmbH, Herrn Johnny Bachmeier sind Arbeitnehmer wie Yusuf Hodiri wichtig, um den Fachkräftebedarf zu decken. Das Unternehmen aus der Baubranche kann mittlerweile Aufträge nicht mehr annehmen, weil Arbeitskräfte zur Abwicklung fehlen. Diese sind auf den herkömmlichen Wegen kaum mehr zu finden, deshalb arbeitet man gerne mit Bildungsträgern zusammen, um neue Fachkräfte zu gewinnen. Wichtig ist dem Unternehmen dabei, dass man potentielle neue Mitarbeiter erst mal über ein Praktikum kennenlernen kann, um eine Einschätzung zur Person und beruflichen Kenntnissen zu bekommen.


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Beate Neubauer

CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Gesundheitswirtschaft

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