Letzte Aktualisierung: 15. April 2019

Position

„Wirtschaft inklusiv“ – Inklusion fachgerecht gestalten

Mit unserem Aktionsprogramm Fachkräftesicherung haben wir schon vor Jahren eine überzeugende Antwort auf die Herausforderungen durch den zunehmenden Fachkräftemangel gegeben. Mit der Initiative Fachkräftesicherung FKS+ setzt die vbw dieses Engagement fort. Ziel ist es, bis zum Jahr 2023 für Bayern 250.000 zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen. Dies schließt selbstverständlich Menschen mit (Schwer-)Behinderung ein. Viele von ihnen sind gut oder sehr gut qualifiziert und können einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Sie sind – sofern richtig eingesetzt – voll leistungsfähige Mitarbeiter, die vielfach besonders motiviert ihre Aufgaben erfüllen.

Es gilt, diese Potenziale zu heben. Nicht nur für den Arbeitsmarkt, aber auch für die Menschen persönlich. Arbeit zu haben bedeutet persönliche Unabhängigkeit, Selbstbestätigung und Selbstverwirklichung. Das ist der Kern von Inklusion.

Die fünf folgenden Positionen müssen bei der beruflichen Inklusion handlungsleitend sein:

  • Inklusion muss möglichst früh ansetzen: Das gemeinsame Lernen und Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung in allen Bildungseinrichtungen muss selbstverständlich werden.
  • Menschen mit Behinderung leisten einen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs: Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte sind gut qualifiziert. Sie werden am Arbeitsmarkt gebraucht. Die Zahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Schwerbehinderter in Bayern hat sich in den letzten zehn Jahren um fast 50 Prozent erhöht.
  • Die Wirtschaft engagiert sich bereits in erheblichem Maße für die Inklusion: Mit diversen Projekten unterstützen die Arbeitgeberverbände schon heute Unternehmen bei der Prävention körperlicher Beeinträchtigungen sowie der Reintegration und Inklusion von Schwerbehinderten in den Arbeitsmarkt.
  • Die stetige Verschärfung der Schutzvorschriften ist kontraproduktiv: Sonderregelungen für schwerbehinderte Arbeitnehmer bewirken oft das Gegenteil von Inklusion. Damit werden vielmehr neue, zusätzliche Einstellungshemmnisse erzeugt.
  • Informationen und Anreize statt Regulierung: Für weitere Fortschritte bei der Inklusion braucht es einen Richtungswechsel von Regulierung und Zwang hin zu Information und Anreizen. Arbeitgeber müssen umfassend über die Chancen der Beschäftigung schwerbehinderter Personen sowie die damit verbundenen rechtlichen Vorgaben informiert werden.

Mit unserer Position „Wirtschaft inklusiv“ informieren wir über Zahlen und Fakten zur Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderung und zeigen auf, wie die berufliche Inklusion weiter vorangetrieben werden kann.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
Markus Meyer
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben