Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2017

Studie

Produktions- und Lieferverflechtungen zwischen UK, der EU und Deutschland

Eine aktuelle Studie des IW Köln analysiert, welche Branchen im Vereinigten Königreich und in Deutschland am meisten von Handelshemmnissen nach einem Brexit betroffen wären. Dazu werden die Vorleistungsverflechtungen zwischen dem UK und der EU sowie speziell zwischen UK und Deutschland untersucht. Hierfür wird in zwei Schritten vorgegangen: Zunächst wird die Vorleistungsverflechtung nach Branchen betrachtet. Daraufhin wird untersucht, welche Bedeutung die Branchen für die Gesamtwirtschaft im jeweiligen Land haben. Für Deutschland wird in einem dritten Schritt unter Einbezug der Verflechtungseffekte untersucht, welche Bedeutung UK als Vorleistungslieferant für die verschiedenen deutschen Branchen hat.

Kernergebnisse

  • Es überrascht wenig, das im Vereinigten Königreich vor allem Dienstleistungssektoren negativ von Handelsbeschränkungen getroffen würden; in erster Linie die Finanzdienstleister, der Groß- und Einzelhandel.
  • In Deutschland wären vor allem Industriebranchen negativ betroffen.
  • Im Hinblick auf die EU als Absatzmarkt für deutsche Vorprodukte, sind vor allem negative Effekte in der Pharmaindustrie, der Elektronikindustrie und dem Automotive-Bereich zu erwarten.
  • Eine relativ hohe Abhängigkeit von britischen Vorleistungen besteht vor allem im weiteren Fahrzeugbau Deutschlands (v.a. Luftfahrzeugbau), bei der Mineralölverarbeitung, der Metallerzeugung und –bearbeitung.
  • Angesichts der Bedeutung dieser Branchen für die Gesamtwirtschaft in Deutschland, wären vor allem die Elektronikindustrie, die Automobil- und Zulieferindustrie sowie die Chemische Industrie von einem Brexit betroffen.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

+49 (0)89-551 78-294
Volker Leinweber
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben