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    Letzte Aktualisierung: 01. August 2016

    Position

    Brexit - Negativ für Europa, negativ für die Wirtschaft

    Die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs haben sich für den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union entschieden. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bedauert diese Entscheidung.

    UK - ein starker Partner Deutschlands und Bayerns

    Mit fast 65 Millionen Einwohnern ist UK nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte Staat der EU. Bezogen auf die Wirtschaftskraft ist das Vereinigte Königreich die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU nach Deutschland. Das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2015 2,569 Billionen Euro, das waren 16,7 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der EU.

    Das Vereinigte Königreich ist der zweitgrößte Exportmarkt Bayerns. Die Exporte des Freistaats nach UK lagen 2015 bei 15,5 Milliarden Euro, das waren 8,6 Prozent der Gesamtausfuhren Bayerns. Auch für Deutschland ist UK ein wichtiger Handelspartner. Im Jahr 2015 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 89,3 Milliarden Euro nach UK, das waren 7,5 Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren.

    Politische und wirtschaftliche Folgen eines Brexit

    Welchen Status das Vereinigte Königreich gegenüber der EU künftig haben wird, ist derzeit unklar. Sobald die britische Regierung das Austrittsgesuch gestellt hat, haben UK und EU zwei Jahre Zeit, die künftigen Beziehungen zwischen beiden Wirtschaftsräumen zu verhandeln. Diese Frist kann einvernehmlich verlängert werden.

    Die wirtschaftlichen Folgen eines Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU hängen wesentlich vom künftigen Status des UK ab. In praktisch allen vorliegenden Studien und Untersuchungen herrscht aber Einigkeit, dass der Brexit negative wirtschaftliche Folgen haben wird. Der Austritt des UK aus der EU verteuert und bremst den britischen Außenhandel.

    Die Position der vbw

    Ein Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union hat erhebliche negative Folgen – sowohl wirtschaftlicher als auch politischer Natur. Nun muss eine Lösung gefunden werden, die die negativen Folgen des Brexit begrenzt. Zudem muss die EU ihre Lehren aus diesem Votum ziehen und die Ursachen für die Austritts-Entscheidung bekämpfen.

    • Der Brexit schadet der britischen Wirtschaft
    • Der Brexit schadet der Wirtschaft in der EU
    • Der Brexit schadet auch der deutschen und bayerischen Wirtschaft
    • Der Brexit schwächt die liberalen, marktwirtschaftlichen Kräfte in der EU
    • Der Brexit sendet ein falsches Signal für die europäische Integration
    • Der Brexit muss so gestaltet werden, dass die negativen Folgen begrenzt bleiben
    • Der Brexit muss der Anstoß zu grundlegebenden Reformen der EU sein


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    Volker Leinweber

    Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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