Letzte Aktualisierung: 04. Oktober 2019

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Podiumsgespräch Menschen in Europa – Welthandel in Gefahr

Menschen in Europa

Gemeinsam mit der Verlagsgruppe Passau hatte die vbw am 01. Oktober 2019 zu einem Podiumsgespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe Menschen in Europa eingeladen. Menschen in Europa ist ein Veranstaltungsformat, das 1996 von Angelika Diekmann (Gesellschafterin der Verlagsgruppe Passau) ins Leben gerufen wurde und seither jährlich stattfindet. In diesem Rahmen diskutieren herausragende Persönlichkeiten über aktuelle wirtschaftliche, politische und kulturelle Themen. Der Brexit, Strafzölle und Wirtschaftssanktionen führen zur Verunsicherung der Wirtschaft. Internationale Handelskonflikte stellen immer mehr eine Bedrohung des freien Welthandels dar. Unter der Moderation von Ursula Heller, Bayerischer Rundfunk diskutierten vbw Präsident Wolfram Hatz, der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Bernhard Mattes sowie EU-Kommissar für Haushalt und Personal Günther Öttinger über das Thema „Welthandel in Gefahr“.

Starker Außenhandel als Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg

Wolfram Hatz betonte, dass der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands auf einem starken Außenhandel basiere. Jeder vierte Arbeitsplatz hänge direkt oder indirekt vom Export ab. Europa müsse einen Weg finden, um die Handelsstreitigkeiten mit den Vereinigten Staaten vollständig auszuräumen. Der transatlantische Handel sei eine bedeutende Stütze unserer europäischen Wirtschaft. Die EU müsse ihren Binnenmarkt vollenden, um sein tatsächliches Potenzial auszuschöpfen. Insoweit sei eine Harmonisierung der Mehrwert- und Körperschaftssteuer geboten, um den innereuropäischen Waren-, Dienstleistungs- und Investitionsverkehr zu stärken. Chancen eröffne zudem der digitale Binnenmarkt. Wichtig sei außerdem, dass Europa weiter auf den Abschluss bilateraler Handelsabkommen setze.

US-Strafzölle, globaler Handel und Brexit

EU Kommissar Günther Öttinger wies in der anschließenden Diskussion darauf hin, dass es sich nun räche, dass das Freihandelsabkommen TTIP nicht abgeschlossen werden konnte und in Deutschland auf großen Widerstand gestoßen sei. Man hätte sich dann heute keine Sorgen vor Strafzöllen machen müssen. Der scheidende Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Bernhard Mattes, äußerte die Hoffnung, mit Großbritannien auch nach dem Brexit Handel treiben zu können. Die Podiumsteilnehmer verdeutlichten, wie wichtig es sei, die Einigkeit der verbleibenden 27 EU-Mitgliedstaaten nicht zu gefährden.


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Dr. Jutta Krogull

Geschäftsführerin der vbw Bezirksgruppe Niederbayern

+49 (0)851-490 838-12
Jutta Krogull
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