Letzte Aktualisierung: 18. Oktober 2017

Position

Online-Kaufrecht in der EU – Fairer Interessenausgleich, Rechtsunsicherheiten vermeiden

Auf europäischer Ebene wird seit längerem über die Einführung eines Europäischen Vertragsrechts diskutiert. Die Kommission hat daher zwei Richtlinienvorschläge zur Harmonisierung kaufrechtlicher Regelungen vorgelegt: einen Vorschlag über die Bereitstellung digitaler Inhalte und einen Vorschlag über den Online-Handel mit Waren. Beide Vorschläge sollen die wichtigsten Hindernisse für den grenzübergreifenden Online-Handel in der EU beseitigen – das bestehende fragmentierte Verbrauchervertragsrecht mit entsprechend hohen Kosten für Unternehmen und das niedrige Vertrauen der Verbraucher in Online-Käufe im Ausland.

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstützt das Bestreben der Kommission, den grenzüberschreitenden Handel und damit die Funktionsfähigkeit des Binnenmarktes zu fördern, da sie wirtschaftliche Chancen sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher bietet und gleichzeitig zur Wettbewerbsfähigkeit der euro­päischen Wirtschaft beiträgt.

Eine grundsätzlich erstrebenswerte Harmonisierung muss jedoch verhältnismäßig sein. Daher ist vor allem zu beachten, dass keine einseitige Überregulierung des Verbraucherschutzes stattfindet, sondern vielmehr ein gerechter Ausgleich der Interessen von Verbrauchern und Unternehmen erfolgt.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Karolina Bihler

Arbeitsrecht, Entbürokratisierung, Sozialversicherungsrecht

+49 (0)89-551 78-233
Karolina Bihler
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben