Letzte Aktualisierung: 07. Juni 2019

Information

Brexit – Die konjunkturellen Folgen für UK, Deutschland und Bayern

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU wird vor allem die britische Wirtschaft mittelfristig schwächen. Dies wird auch für die Konjunktur in Deutschland und Bayern nicht ohne Folgen bleiben. UK ist der fünftwichtigste Exportmarkt für Bayern. Vor allem ein ungeregelter Brexit hätte spürbare Negativfolgen.

Der bevorstehende Brexit wirkt sich auf die britische Wirtschaft aus. Sowohl Unternehmens- als auch Verbraucherstimmung sind gesunken. Das Britische Pfund hat spürbar abgewertet, was die Inflation in UK nach oben trieb. Allerdings hat der Wechselkurs auch die preisliche Wettbewerbsfähigkeit britischer Produkte erhöht, was sich positiv in der Industrieproduktion niederschlug. Dennoch hat die Verunsicherung zu einem Rückgang der Investitionen geführt. Im ersten Quartal 2019 wuchs sowohl die Industrieproduktion als auch ds BIP wieder stärker,weil viele Unternehmen angesichts des ursprünglich geplanten Austrittstermins am29.März auf Vorrat produziert hatten.

Die Abwertung des Britischen Pfunds gegenüber dem Euro sowie die allgemeine Verunsicherung hat zu einem Rückgang der deutschen und bayerischen Exporte nach UK geführt. Im Gesamtjahr 2016 sanken die bayerischen Exporte nach UK um 3,2 Prozent, im Jahr 2017 um weitere 7,1 Prozent und 2018 um 7,5 Prozent. Im ersten Quartal 2019 konnten die Exporte nach UK von niedrigem Niveau ausgehend wieder zulegen.

Publikationen
u
Information
Brexit - Konjunkturelle Folgen (Stand: Juni 2019)

Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

+49 (0)89-551 78 91-133
Volker Leinweber
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben