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    Letzte Aktualisierung: 20. November 2015

    Position

    Industriepolitik für Europa

    Europa erlebt eine De-Industrialisierung

    Im Gegensatz zu Deutschland und Bayern hat die Industrie in Europa insgesamt in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren. Zum Teil war dies das Ergebnis einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit infolge unterbliebener Reformen, zum Teil haben Staaten bewusst einen Prozess der De-Industrialisierung eingeschlagen.

    Inzwischen ist es zu einem Umdenken gekommen: Sowohl einzelne Staaten setzen auf eine Re-Industrialisierung als auch die EU-Kommission, die in ihrer Industriestrategie das Ziel verfolgt, den industriellen Wertschöpfungsanteil zu erhöhen.

    Eine Stärkung der europäischen Industrie kommt auch der bayerischen Wirtschaft zugute

    Die vbw begrüßt den wiedergewonnenen Stellenwert der Industrie in der europäischen Politik und das Ziel, den Wertschöpfungsanteil zu erhöhen. Wie unsere Studie zeigt, ist die De-Industrialisierung in Europa auch für die bayerische Industrie von Nachteil. Die Unternehmen des Freistaats erleben die Folgen der De-Industrialisierung in Europa vor allem als Wegfall von Kunden. Aber auch Lieferanten und Kooperationspartner gehen verloren. Dies wiegt schwerer als die Vorteile, die durch den Verlust von Wettbewerbern entstehen.

    Zwölf Punkte für eine Stärkung der Industrie in Europa

    In der aktualisierten Version unseres Positionspapier haben wir zwölf Aspekte zusammengestellt, die aus unserer Sicht entscheidend dazu beitragen können, die Industrie in Europa zu stärken.

    • Keine Schwächung der exportstarken deutschen Industrie
    • Begrenzung der Arbeitskosten
    • Liberalisierung und Flexibilisierung der Arbeitsmärkte
    • Förderung von privaten Investitionen
    • Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur
    • Investitionen in Bildung und Forschung
    • Verstärktes Setzen auf Digitalisierung
    • Sicherung der Versorgung mit Energie und Rohstoffen
    • Stärkere Erschließung dynamisch wachsender Märkte
    • Binnenmarkt vollenden und auf globalen Freihandel setzen
    • Abbau von Bürokratie und Regulierung
    • Kohärenz der EU-Politiken bezüglich einer wettbewerbsfähigen Industrie

    Gefordert sind sowohl die einzelnen Mitgliedstaaten als auch die EU als Ganzes. Dabei geht es nicht um eine interventionistische Industriepolitik mit lenkenden Eingriffen in das Marktgeschehen, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen in Europa verbessert.


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    Ansprechpartner
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    Volker Leinweber

    Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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