Letzte Aktualisierung: 03. Mai 2019

Position

Für einen stabilen Euro

Die bayerische Wirtschaft bekennt sich klar zum Euro und zur Europäischen Währungsunion. Die gemeinsame Währung bringt ökonomische Vorteile, von denen gerade eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland oder Bayern profitiert.

Die Europäische Währungsunion umfasst einen Wirtschaftsraum mir mehr als 341 Millionen Einwohnern. Im Jahr 2018 wurde in den 19 Staaten der Eurozone ein Bruttoinlandsprodukt von 11,6 Billionen Euro erwirtschaftet, das sind über 15 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Für Bayern ist die Eurozone von großer Bedeutung. Im Jahr 2018 exportierten bayerische Unternehmen Waren im Wert von 67,7 Milliarden Euro in die Staaten der Währungsunion, das waren 35,5 Prozent der gesamten bayerischen Ausfuhren. Die Importe Bayerns aus den Euro-Staaten summierten sich auf 66,1 Milliarden Euro, was ebenfalls 35,5 Prozent der gesamten Importe ausmachte.

Die europäische Schuldenkrise hat die Währungsunion und den Euro vor eine Zerreißprobe gestellt. Im Kern lag die Krise in einer übermäßigen Verschuldung und einer sich verschlechterten Wettbewerbsfähigkeit vieler Euro-Staaten. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise brachte zahlreiche Banken in Schwierigkeiten und es begann ein Teufelskreis aus Bankenkrise, Schuldenkrise und Konjunkturkrise. Inzwischen hat sich die Situation entspannt, in vielen Bereichen ist das Vorkrisenniveau aber noch nicht wieder erreicht. Um den Euro dauerhaft zu stabilisieren und künftige Krisen zu vermeiden, sind sowohl die Mitgliedsstaaten der Währungsunion als auch die EU selbst gefordert.

Die Position der vbw:

  • Ein stabiler Euro schafft Wachstum in Bayern
  • Ein stabiler Euro braucht Preisstabilität
  • Ein stabiler Euro braucht gesunde Staatsfinanzen
  • Ein stabiler Euro braucht wettbewerbsfähige Volkswirtschaften
  • Ein stabiler Euro braucht einen verlässlichen institutionellen Rahmen,
    das heißt
    • einheitliche und sanktionsfähige Vorgaben für die Finanzpolitik
    • Weiterentwicklung des ESM unter Beibehaltung der Auflagenbindung zu einem Europäischen Währungsfonds
    • Insolvenzordnung für Staaten
    • weitergehende Banken- und Finanzmarktregulierung
    • Ausscheiden einzelner Staaten aus der EWU als ultima ratio


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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