Letzte Aktualisierung: 09. November 2016

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EU-Kommission veröffentlicht europäische Kompetenzagenda „New Skills Agenda“

Die EU-Kommission hat eine neue europäische Kompetenzagenda, die sogenannte „New Skills Agenda“ veröffentlicht. Ziel der Kompetenzagenda ist es, durch die Vermittlung von am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen europaweit Beschäftigungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu fördern. Gleichzeitig sollen Kompetenzen besser sichtbar gemacht und deren Anerkennung verbessert werden.

Maßnahmen der New Skills Agenda

Zu der Kompetenzagenda gehören Maßnahmen wie eine Kompetenzgarantie für Erwachsene mit geringer beruflicher Qualifikation, die Überarbeitung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR), ein „Instrument zur Erstellung von Kompetenzprofilen für Drittstaatsangehörige“ sowie die stärkere Bewerbung der dualen Ausbildung.

Position der vbw

Die Kompetenzagenda folgt stärker als bisherige Mitteilungen der EU-Kommission dem Prinzip der arbeitsmarktorientierten Ausbildung und möchte die duale Ausbildung weiter voranbringen. Diese Ausrichtung ist zu begrüßen.

Auch die Förderung digitaler Kompetenzen ist positiv zu bewerten. Diese müssen noch stärker als bisher zum selbstverständlichen Gegenstand der schulischen Bildung sowie der Aus- und Weiterbildung werden. Die diesbezügliche Zuständigkeit liegt beim Bund und den Ländern.

Drittstaatenangehörige aktiv in den Arbeitsmarkt integrieren

Die inhaltliche Ausgestaltung des „Instruments zur Erstellung von Kompetenzprofilen für Drittstaatenangehörige“ steht noch aus. Der Ansatz einer aktiven Integration von Drittstaatenangehörigen in den Arbeitsmarkt ist jedoch richtig. Sinnvoll wäre es, wenn damit klare Auskunft über Einsatzmöglichkeiten von Fachkräften gegeben werden kann.

Die vorgeschlagene Kompetenzgarantie birgt die Gefahr, falsche Erwartungen zu wecken. Das Ergebnis von Bildung kann niemand garantieren. Es ist die Aufgabe der Mitgliedstaaten, der Sicherung von Bildungschancen und der Qualität der arbeitsmarktnahen Grundbildung Priorität einzuräumen und nicht der EU.


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Ansprechpartner
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Tina Wehrle

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

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