Letzte Aktualisierung: 17. Juli 2020

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EU-Kommission stellt Leitlinien für digitale Kompetenzen vor

Die EU-Kommission hat neue Leitlinien mit praktischen Schritten und Tipps zur optimalen Nutzung des digitalen EU-Kompetenzrahmens "DigiComp" veröffentlicht. Die Leitlinien enthalten ausbildungsrelevante Kompetenzfelder wie Medienkompetenz, digitale Zusammenarbeit, Erstellung digitaler Inhalte, der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien und digitales Problemlösen.

Die Leitlinien sollen Ausbildern, Arbeitgebern und Personalvermittlern dabei helfen, alle Beschäftigen ausreichend mit digitalen Fertigkeiten auszurüsten, um in der Arbeitswelt digitale Technologien – während und nach der Corona-Pandemie – zu verankern. So soll lebenslanges Lernen ermöglicht werden bei immer weiter fortschreitender Digitalisierung.

Der Leitfaden präsentiert Beispiele anhand von praktischen Fallstudien aus ganz Europa. Ein Beispiel ist die digitale europäische Bewerbungshilfe Europass. Der Europass-Lebenslauf enthält seit Neuestem ein Online-Tool für Arbeitsuchende, mit dem sie ihre digitale Kompetenz selbst bewerten und beschreiben und in ihren Lebenslauf aufnehmen können. Das Tool nutzt die fünf Bereiche des DigComp-Rahmens mit einem einfach zu verwendenden Selbsteinschätzungsformular.

EU will digitale Transformation im Bildungsbereich gestalten

Die Unterstützung bei der Bewältigung der digitalen Übergänge steht im Mittelpunkt der Europäischen Qualifikationsagenda. Die Kommission wird im Herbst einen aktualisierten Aktionsplan für digitale Bildung zusammen mit einer Mitteilung über den Aufbau des Europäischen Bildungsraums vorlegen. Der Referenzrahmen für die digitale Bildung soll Länder, Unternehmen und Sozialpartner unterstützen, die Entwicklung digitaler Kompetenzen zu fördern.

Da die Europäische Union im Bildungs- und Qualifikationsbereich kein Direktionsrecht besitzt, denn Bildung ist Sache der Nationalstaaten bzw. in Deutschland der einzelnen Länder, kann sie auf freiwilliger Basis anstoßen und unterstützen, sich weiterzuentwickeln. Mit diesem Leitfaden hat die EU genau dafür ein Tool vorgelegt.


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