Letzte Aktualisierung: 27. April 2018

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Zentrale Ergebnisse der IW-Weiterbildungserhebung 2017

Die IW-Weiterbildungserhebung wird alle drei Jahre durchgeführt. Für die aktuelle Studie wurden 1.706 Unternehmen auf repräsentativer Basis befragt. Ende 2016 waren in diesen Unternehmen 900.000 Beschäftigte angestellt. Dies entspricht 3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Ergebnisse im Überblick auf.

Hohes Engagement der Unternehmen

Im Jahr 2016 waren rd. 85 Prozent aller Unternehmen in der betrieblichen Weiterbildung aktiv. Sie investierten hierfür 33,5 Mrd. Euro. Damit bleiben die Investitionen weiterhin auf hohem Niveau (2013: ebenfalls 33,5 Mrd. Euro). Die Investitionen setzen sich aus direkten Kosten (Teilnahmegebühren, Kosten für Trainer, Dozenten, Reisekosten etc.) und indirekten Kosten (bezahlte Arbeitszeit) zusammen. Aufgrund einer veränderten Methodik der Datenerfassung sind die indirekten Kosten nicht mehr mit den Werten der Vorerhebungen vergleichbar. Bei den direkten Kosten, die weiterhin mit den Werten der Vorgängerstudien verglichen werden können, ergab sich ein Anstieg um gut 11 Prozent (von 15,8 auf 17,6 Mrd. Euro).

Unternehmen setzen immer stärker auf neue, digitale Lernformate

Thematischer Schwerpunkt der aktuellen Erhebung war die Digitalisierung der Arbeitswelt. Zwei Drittel der befragten Unternehmen geben an, dass durch die Digitalisierung der Weiterbildungsbedarf steigt. In der Konsequenz sind Unternehmen, die digitale Technologien (z. B. digitale Vertriebswege, digitale Dienstleistungen, vernetzte Maschinensteuerung / CPS, Big Data-Analysen, 3D-Druck, Nutzung RFID-Chips, VR-Brillen) einsetzen, noch stärker in der Weiterbildung engagiert als solche, die (noch) keine neuen digitalen Technologien nutzen (87 vs. 69 Prozent; Stundenumfang pro Mitarbeiter und Jahr 18,6 vs. 13,8 Stunden; direkte Kosten 585 vs. 476 Euro). 70 Prozent der Unternehmen sind gemessen an den Kriterien des IW Köln in bestimmten Prozessen und Bereichen bereits digitalisiert.

Die Unternehmen setzen zunehmend auf digitale Lernangebote, da sie sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Die zeitliche und räumliche Flexibilität sowie die Passgenauigkeit der Angebote entsprechen dem Bedarf der Unternehmen. Die kurzen Entwicklungszeiten für solche Angebote passen zum dynamischen Prozess der Digitalisierung.

Motivation für betriebliche Weiterbildung

Die wichtigsten unternehmensseitigen Motive für die betriebliche Weiterbildung sind die Erhöhung der Motivation und Arbeitszufriedenheit, die Anpassung der Qualifikation an neue Technologien bzw. veränderte Arbeitsorganisation, die Erhöhung der Produktivität sowie die Fachkräftesicherung.

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Studie: Die neunte IW Weiterbildungserhebung - Kosten und Nutzen betrieblicher Weiterbildung

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Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

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