Letzte Aktualisierung: 31. Oktober 2019

Studie

vbw Studie zum Datenschutz an bayerischen Schulen

Digitale Medien stellen in allen Schulen einen wichtigen Unterrichtsinhalt dar und eröffnen vielfältige Möglichkeiten, Lehr- und Lernprozesse zu differenzieren und Schüler individuell und an ihren jeweiligen Lernvoraussetzungen orientiert zu fördern.

Die vbw hat die Studie Digitale Bildung. Lösungsvorschläge zum Datenschutz im Schulverhältnis veröffentlicht. Sie wurde von Professor Dr. Dirk Heckmann, Experte für Datenschutz- und Internetrecht und Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, erstellt.

Digitale Souveränität als Bildungsziel

Die digitale Transformation durchdringt zunehmend alle Lebensbereiche und insbesondere die Wirtschaft. Deshalb müssen junge Menschen bereits frühzeitig und kontinuierlich lernen, mit der Digitalisierung kompetent umzugehen. Der Erwerb digitaler Souveränität ist ein zentrales Bildungsziel. Demnach soll jeder Einzelne befähigt werden, digitale Medien selbstbestimmt und unter eigener Kontrolle zu nutzen und sich an die ständig wechselnden Anforderungen in einer digitalisierten Welt anzupassen. Hierfür ist der Erwerb informationstechnischer Kenntnisse eine notwendige Voraussetzung.

Gesamtkonzept zur digitalen Bildung nötig

Damit digitale Medien ihre Potenziale in der Schule voll entfalten können, muss ein Gesamtkonzept zur digitalen Bildung entwickelt und umgesetzt werden. Zentrale Elemente dieses Konzepts sind die technische Ausstattung der Schulen, die Entwicklung von Handlungskonzepten für einen digital-gestützten Unterricht, die mediendidaktische und medienerzieherische Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die Beratung und Unterstützung der Schulen beim Prozess der digitalen Transformation durch staatliche Stellen.

Digitale Bildung rechtskonform gestalten

Digitale Bildung muss immer unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben gestaltet werden. Dabei spielen insbesondere die Vorgaben des Datenschutzes eine entscheidende Rolle.

Die vbw bietet mit der Studie Orientierung und Hilfestellungen, um digitale Bildung rechtskonform gestalten zu können und richtet Empfehlungen zur Schaffung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen an Entscheidungsträger. So muss es ein Ziel sein, Schulleitungen und Lehrkräfte über Schulgrenzen hinweg zu vernetzen, damit die Einrichtungen und das pädagogische Personal aus digitalen Transformationsvorgängen anderer Institutionen lernen. Außerdem braucht es spezielle Musterinformationen und -vereinbarungen durch die Kultusverwaltung.

Die Studie enthält – als Hilfestellung – auch Checklisten zu Themen wie „Anforderungen an schulische Internetauftritte“, „Vorgaben hinsichtlich digitaler Lernplattformen“ sowie „Voraussetzungen und Nutzungsregelungen im Bereich Bring Your Own Device“.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Michael Lindemann

Vorschule, Schule, Projekte und Aktionsrat Bildung

+49 (0)89-551 78-222
Michael Lindemann
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben