Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2017

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IQB-Ländervergleich: Bildungstrend 2016

Die Bildungstrends werden auf Grundlage der von der Kultusministerkonferenz vereinbarten Bildungsstandards vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) durchgeführt. Am „IQB-Bildungstrend“ 2016 haben knapp 30.000 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe in rund 1.500 Grund- und Förderschulen aus allen 16 Ländern teilgenommen. Im Fach Deutsch wurden die Kompetenzbereiche Lesen, Zuhören und Orthografie geprüft. Im Fach Mathematik wurden die Bereiche „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Größen und Messen“ sowie „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“ getestet.

Ergebnisse der Studie

Im Vergleich zur ersten Untersuchung 2011 haben sich die Werte im Bundesschnitt deutlich verschlechtert, lediglich im Bereich Lesen sind sie weitgehend stabil geblieben. Die Zahl der Viertklässler, die den zu erwartenden Regelstandard erreichen, ist beim Lesen um 5 Prozentpunkte und bei der Rechtschreibung sogar um 10 Prozentpunkte zurückgegangen. Die Spitzengruppe ist um 4 Prozentpunkte kleiner geworden, der Anteil schwacher Schülerinnen und Schüler dagegen um 8 Prozentpunkte gestiegen. Auch in Mathematik ist dieser negative Trend festzustellen. Zudem sind bei der starken Abhängigkeit der erreichten Kompetenzen vom sozialen Status der Eltern, von Geschlecht und Migrationshintergrund keine Fortschritte zu verzeichnen. Allerdings stellt sich die Situation in den einzelnen Bundesländern höchst unterschiedlich dar.

Bayern belegt erneut einen Spitzenplatz

Der Studie zufolge erhalten Bayerns Grundschülerinnen und Grundschüler in den Fächern Deutsch und Mathematik überdurchschnittlich gute Noten. Die Viertklässlerinnen und Viertklässler im Freistaat verfügen über sehr gute Fähigkeiten in den beiden Basisfächern und liegen damit weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Im Jahr 2011 wurden die Kompetenzen in den zwei Fächern bereits geprüft. Es zeigt sich, dass das Niveau in Bayern in den letzten fünf Jahren stabil geblieben ist, während sich andere Länder verschlechtert haben.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., betont: „Dieser Spitzenplatz muss weiter gehalten und ausgebaut werden. Neben der Bedeutung mathematischer und deutschsprachlicher Kenntnisse spielen digitale Kompetenzen zunehmend eine wichtige Rolle. Darum müssen moderne Informations- und Kommunikationsmedien bereits in der Grundschule fest in den Lehr- und Lernprozessen verankert werden. Außerdem gilt es, den Bildungsföderalismus zu erhalten. Das gute Abschneiden Bayerns zeigt, dass sich dieser bewährt. München weiß besser als Berlin, was die bayerischen Schülerinnen und Schüler brauchen.“

Bewertung

Das Monitoring des IQB zur Erreichung der nationalen Bildungsstandards ist sehr zu begrüßen und wichtig, um Transparenz zu schaffen und Handlungsbedarfe aufzuzeigen. Hilfreich ist, dass die Vergleichsstudie ausführliche Analysen für jedes Bundesland enthält. Folgen muss in einzelnen Ländern eine tiefergehende Ursachenforschung, um konkreter in der Lehrerbildung, den Schulen und im Unterricht ansetzen und Verbesserungen zielgenauer herbeiführen zu können.

Im Anhang finden Sie eine Zusammenfassung des Ländervergleichs.

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Zusammenfassung: IQB-Ländervergleich - Bildungstrend 2016

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Michael Lindemann

Vorschule, Schule, Projekte und Aktionsrat Bildung

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