Letzte Aktualisierung: 08. November 2019

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Hochschul-Barometer 2019 von Stifterverband veröffentlicht

Der Stifterverband hat am 04. November 2019 die neueste Ausgabe seines jährlichen "Hochschul-Barometers" veröffentlicht. Dieser zeigt das Stimmungsbild der Hochschulleitungen im Jahr 2018 und nimmt dabei die Schwerpunkte Hochschulentwicklung, Innovation und Digitalisierung sowie Transfer und Kooperation besonders in den Blick.

Entwicklung zu mehr Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen

So stellt der Bericht fest, dass die Hochschulen sich mehr für Wirtschaftskooperationen und Innovationsverbünde öffnen und hier eine positive Entwicklung stattgefunden hat. Die Hochschulen sehen dabei den Austausch mit regionalen Unternehmen sehr positiv, an zweiter Stelle kommen die Kooperationen mit anderen Hochschulen. Ebenfalls positiv zu bewerten ist, dass sich die Hochschulen in allen Disziplinen vermehrt mit Digitalisierung befassen und hier auch gezielte Forschungsschwerpunkte setzen.

Gerade der Wissenstransfer zwischen den Hochschulen und den Unternehmen als auch der Hochschulen untereinander trägt dazu bei, dass Innovationen vorangetrieben und einen schnelleren Weg in die Umsetzung finden. Vor allem in Zukunftsfeldern rund um die Digitalisierung ist dies wichtig. Davon profitiert der Wissens- wie der Wirtschaftsstandort Deutschland.

Die wichtigsten Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2019 sind:

  • 56,5 Prozent der Hochschulen haben in den vergangenen Jahren neue Formen der Kooperation mit der Wirtschaft oder der Zivilgesellschaft etabliert. Unter den staatlichen Hochschulen sind es sogar knapp 70 Prozent. Die von der Bundesregierung geplante Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen ist aber 52,2 Prozent der Hochschulleitungen nicht bekannt.
  • 71 Prozent der deutschen Hochschulen sind an Innovationsverbünden mit nicht-wissenschaftlichen Partnern beteiligt. Am häufigsten wird in den Bereichen Digitale Wirtschaft und Gesellschaft sowie Nachhaltiges Wirtschaften und Energie zusammengearbeitet.
  • 30,9 Prozent der neu eingestellten Professorinnen und Professoren (das
    entspricht ca. 750 Professuren) beschäftigen sich laut Hochschulleitungen mit dem Thema Digitalisierung. An technischen Hochschulen liegt der Anteil bei 37,5 Prozent.
  • Rund jede zweite staatliche Hochschule will in Zukunft auf neue Forschungsschwerpunkte setzen, die sich der Digitalisierung widmen.
  • 47,6 Prozent der Leitungen staatlicher Hochschulen schätzen die Personalsituation als (eher) schlecht ein. Das ist der höchste Wert seit Beginn des Hochschul-Barometers 2011. An privaten Hochschulen empfinden nur 19,1 Prozent der Leitungen die Personalausstattung als (eher) schlecht.

Urteil insgesamt aber verhalten

Die Stimmung unter den Rektoren und Präsidenten ist insgesamt eher verhalten positiv. Der Gesamtindex liegt mit 21,4 Punkten ähnlich hoch wie in den vergangenen fünf Jahren. Es bestehen allerdings große Unterschiede in der Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen, den Kooperationsbeziehungen und der Wettbewerbsfähigkeit. Zudem unterscheiden sich die Ergebnisse stark nach Hochschultyp, Trägerschaft und Größe der Einrichtung.

Trotz einer eher kritischen Bewertung der Rahmenbedingungen schätzen die meisten Hochschulen ihre Wettbewerbsfähigkeit in Forschung und Lehre jedoch als gut ein. Vor allem die Exzellenzuniversitäten schätzen ihre Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Forschung als stark ein. Allerdings unterscheiden sich die Hochschulprofile im Allgemeinen kaum voneinander, hier gilt es im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit noch nachzubessern.

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Hochschul-Barometer 2019

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Sophie Sontag-Lohmayer

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