Letzte Aktualisierung: 25. September 2020

Studie

Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen

Die vbw Studie aus dem Jahr 2018 stellt den Stand der digitalen Bildung an den bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften vor der Corona-Pandemie dar.

Gerade an den Hochschulen gilt es, die Möglichkeiten digitaler Medien vermehrt für innovative Lehr- und Lernkonzepte zu nutzen, um unsere akademischen Fachkräfte von morgen mit digitalen Handlungskompetenzen auszustatten. Digitale Bildung sollte deshalb nicht nur den Einsatz von digitalen Medien umfassen, sondern ebenso den Erwerb informationstechnischer Kenntnisse sowie die Entwicklung von Medienkompetenz und digitaler Souveränität fördern.

Studie Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen

Die Studie zur digitalen Bildung an den Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern wurde vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München unter der Federführung von Prof. Dr. Frank Fischer erstellt. Sie gibt einen Überblick über den Einsatz von Medien sowie über vorhandene Medienkonzepte und Medienkompetenzen und zeigt, wie die bayerischen Hochschulen in der digitalen Bildung aufgestellt sind.

Für die Studie wurden 8.746 Studierende, 1.625 Dozierende und 86 Studiendekane mittels eines Online-Fragebogens durch die GMS Dr. Jung GmbH befragt. Zusätzlich wurden 406 Qualifizierungsangebote für Dozenten untersucht und ausgewertet.

Basierend auf dieser Analyse werden Empfehlungen vorgelegt, wie die Potenziale digitaler Bildung an den Hochschulen noch besser ausgeschöpft werden können:

  • Jede Hochschule muss eine hochschulspezifische Strategie zur digitalen Bildung mit klaren Zielen und Qualitätsstandards entwickeln. Es bedarf dabei einer stringenten Umsetzung und Kommunikation in der gesamten Hochschule.
  • Die Qualität des Medieneinsatzes muss gesteigert werden – weniger reines Präsentieren, mehr anspruchsvolle Lehr- und Lernkonzepte ermöglichen.
  • Eine bessere Ausschöpfung des Potenzials digitaler Medien durch flexiblere Einsatzmöglichkeiten, Softwarelösungen und stärkere Einbindung der digitalen Medien der Studierenden (bring-your-own-device) ist notwendig.
  • Die Lehrenden benötigen neue Lehrkompetenzen zur Förderung von differenzierten Lernaktivitäten mit digitalen Medien.
  • Die Qualifizierungsangebote müssen stärker als bisher die technischen und didaktischen Kompetenzen der Dozenten adressieren und fördern.
  • Das Angebot an Online-Kursen muss weiter auf- und ausgebaut werden. Es sollte Präsenzveranstaltungen einbinden als auch ergänzen.


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Ansprechpartner
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Sabitha Lorenz

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