Letzte Aktualisierung: 04. Januar 2019

Studie

Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen

Im Rahmen eines Vorsprung-Bayern-Kongresses am 13. Dezember 2018 in München mit vbw Präsident Alfred Gaffal stellte die vbw ihre neue Studie Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen – Ausstattung, Strategie, Qualifizierung und Medieneinsatz der Öffentlichkeit vor.

Digitale Bildung für digitale Souveränität

Die Digitalisierung verändert gerade nachhaltig Wirtschaft und Gesellschaft. Auch auf unsere Bildungseinrichtungen wirken sich diese Transformationprozesse aus. Die Hochschulen haben dabei eine Doppelrolle inne. Sie suchen einerseits nach Antworten auf die digitale Transformation und sind zugleich Vermittler digitaler Souveränität für unseren akademischen Nachwuchs.

Gerade an den Hochschulen gilt es deshalb, die Möglichkeiten digitaler Medien vermehrt für innovative Lehr- und Lernkonzepte zu nutzen, um unsere akademischen Fachkräfte von morgen mit digitalen Handlungskompetenzen auszustatten. Digitale Bildung sollte deshalb nicht nur den Einsatz von digitalen Medien umfassen, sondern ebenso den Erwerb informationstechnischer Kenntnisse sowie die Entwicklung von Medienkompetenz und digitaler Souveränität fördern.

Studie Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen

Die Studie zur digitalen Bildung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften wie den Universitäten in Bayern wurde vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München unter der Federführung von Prof. Dr. Frank Fischer erstellt. Sie gibt einen Überblick über den Einsatz von Medien sowie über vorhandene Medienkonzepte und Medienkompetenzen und zeigt, wie die bayerischen Hochschulen in der digitalen Bildung aufgestellt sind.

Für die Studie wurden 8.746 Studierende, 1.625 Dozierende und 86 Studiendekane mittels eines Online-Fragebogens durch die GMS Dr. Jung GmbH befragt. Zusätzlich wurden 406 Qualifizierungsangebote für Dozenten untersucht und ausgewertet.

Basierend auf dieser Analyse werden Empfehlungen vorgelegt, wie die Potenziale digitaler Bildung an den Hochschulen noch besser ausgeschöpft werden können:

  • Jede Hochschule muss eine hochschulspezifische Strategie zur digitalen Bildung mit klaren Zielen und Qualitätsstandards entwickeln. Es bedarf dabei einer stringenten Umsetzung und Kommunikation in der gesamten Hochschule.
  • Die Qualität des Medieneinsatzes muss gesteigert werden – weniger reines Präsentieren, mehr anspruchsvolle Lehr- und Lernkonzepte ermöglichen.
  • Eine bessere Ausschöpfung des Potenzials digitaler Medien durch flexiblere Einsatzmöglichkeiten, Softwarelösungen und stärkere Einbindung der digitalen Medien der Studierenden (bring-your-own-device) ist notwendig.
  • Die Lehrenden benötigen neue Lehrkompetenzen zur Förderung von differenzierten Lernaktivitäten mit digitalen Medien.
  • Die Qualifizierungsangebote müssen stärker als bisher die technischen und didaktischen Kompetenzen der Dozenten adressieren und fördern.
  • Das Angebot an Online-Kursen muss weiter auf- und ausgebaut werden. Es sollte Präsenzveranstaltungen einbinden als auch ergänzen.

Gesprächsrunde: Digitale Bildung zielgerichtet gestalten

Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und den Hochschulen über die Ergebnisse der Studie und die zukunftsweisende Gestaltung der digitalen Bildung.

An der Gesprächsrunde nahmen teil:

  • Staatsminister Bernd Sibler MdL, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
  • Prof. Dr. Frank Fischer, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Walter Schober, Vorstand Hochschule Bayern e.V.
  • Prof. Dr. Torsten Eymann, stv. Sprecher der CIO-Runde, Universität Bayern e.V.
  • Constantin Pittruff, Sprecher Landes-ASten-Konferenz Bayern
  • Dr. Christof Prechtl, vbw, stv. Hauptgeschäftsführer, Leiter Abteilung Bildung und Integration

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Sophie Sontag-Lohmayer

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