Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2018

Information

Deutschlandstipendium: Erfolg in Zahlen und Fakten

Die Förderung von leistungsstarken und engagierten Studierenden hat sich der Bund durch die Gründung des Deutschlandstipendiums 2011 zur Aufgabe gemacht. So werden ausgewählte Stipendiaten mit 300 Euro pro Monat in ihrem Studium unterstützt. Dabei teilen sich private Förderer – Unternehmen, Vereine, Stiftungen und Privatpersonen – und der Bund die Kosten paritätisch. Ziel ist es, die Studierenden in ihrer Entscheidung für ein anspruchsvolles Studium sowie ihren Einsatz für die Gesellschaft zu stärken und so Leistungsträger von morgen besonders zu motivieren. Durch die Deutschlandstipendien stieg die Zahl der geförderten Studierenden in Deutschland auf rund 60.000 in 2017, was 2,1 Prozent aller Studierenden entspricht.

Deutschlandstipendium bundesweit seit 2011

Im Jahr 2017 wurden bundesweit rund 26.000 Stipendiaten durch ein Deutschlandstipendium gefördert. Zuständig für die Förderung ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bei der Förderung wird besonders auf die Unterstützung von Erstakademikern, Studierende mit Migrationshintergrund sowie auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis geachtet. Zudem werden speziell Studierende der MINT-Fächer gefördert. Allerdings entscheidet jede Hochschule selbst, wie sie die ihr zustehende Zahl an Stipendien vergibt und Kontakte zu privaten Förderer knüpft. Der Fokus der Förderung ist deshalb von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Auch die Förderer können hier über die genaue Förderung mitentscheiden.

Seit 2011 wurde das Deutschlandstipendium mit rund 140 Millionen Euro von 7.000 privaten Förderern finanziert. Allein 2017 waren es 26,9 Millionen Euro. Bundesweit haben 304 Hochschulen teilgenommen. Hier fällt jedoch auf, dass sich besonders die Universitäten für das Deutschlandstipendium engagieren. Hier werden rund zwei Drittel der Stipendien vergeben. Allerdings studieren auch 63 Prozent aller Studierenden an Universitäten. Der Anteil der Stipendien an den HAWs entspricht mit 35 Prozent in etwa dem insgesamten Anteil der Studierendenverteilung von 34 Prozent.

Deutschlandstipendien an bayerischen Hochschulen

2017 wurden an den bayerischen Hochschulen 3.580 Deutschlandstipendien an Studierende vergeben. Rund 70 Prozent der bayerischen Hochschulen nehmen diese Möglichkeit wahr. Hier ist jedoch nicht nur entscheidend, wie viele Stipendien der Hochschule zur Verfügung stehen, sondern auch, ob genügend Mittel von privaten Förderern vorhanden sind, um diese auch ausschöpfen zu können. So hat z.B. die vbw anlässlich des 150-Jährigen Jubiläums der TU München 100 Deutschlandstipendien auf drei Jahre einmalig ermöglicht.

Auch in Bayern beteiligen sich vor allem die Universitäten an dieser Fördermaßnahme, allen voran die drei großen Universitäten LMU München, die TU München und die FAU Nürnberg-Erlangen.

Vorteil für Hochschulen, Unternehmen und Studierende

Das Deutschlandstipendium bietet nicht nur eine finanzielle Förderung der Stipendiaten. Die Aufteilung der Förderung zwischen Bund und privaten Förderern stärkt zudem auch den Austausch zwischen Studierenden, Hochschulen und Unternehmen. Denn Unternehmen können durch die Finanzierung eines Deutschlandstipendiums Kontakt zu den Nachwuchstalenten von morgen aufnehmen, ihr Unternehmen vorstellen und den Stipendiaten auch Praktika oder Projektarbeiten anbieten und sie so frühzeitig für ihr Unternehmen gewinnen. Zudem kann der Förderer auch entscheiden, welcher Fachbereich besonders durch seine Mittel unterstützt werden soll. Die Hochschulen stärken so ihre Verankerung in der Region.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Sophie Sontag-Lohmayer

Hochschule, Projekte

+49 (0)89-551 78-91-389
Sophie Sontag-Lohmayer
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben