Letzte Aktualisierung: 02. Mai 2019

Projektveranstaltung

Abschlussveranstaltung zum Projekt "Studienerfolg Internationaler Studierender"

Am 2. Mai 2019 fand im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in München die Abschlussveranstaltung der zweiten Förderphase des Projekts Studienerfolg internationaler Studierender mit dem Amtschef des Wissenschaftsministeriums Rolf-Dieter Jungk und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt statt. Ziel des Projekts ist es, den Studienerfolg ausländischer Vollstudierender zu verbessern und die hohen Abbruchzahlen zu verringern. Die Arbeitgeberverbände bayme vbm vbw unterstützten das Projekt von 2015 bis 2019 als Sponsoren.

Potenzial stärker ausschöpfen – Studienerfolg internationaler Studierender erhöhen

In den letzten Jahren wurde für ausländische Studierende ein Studium in Deutschland immer attraktiver. Waren im Wintersemester 2008/2009 noch 27.000 ausländische Studierende an bayerischen Hochschulen eingeschrieben, sind es im Wintersemester 2017/2018 bereits rund 50.000 Studierende. Viele der Studierenden aus dem Ausland studieren zudem ein MINT-Fach. Bei den beliebtesten Fächern stehen Ingenieurswissenschaften auf Platz 1, Mathematik und Naturwissenschaften auf Platz 4. Doch brechen auch nahezu die Hälfte aller internationalen Studierenden ihr Bachelorstudium ohne Abschluss ab und zwei Drittel der erfolgreichen Absolventen geht nach dem Abschluss wieder zurück in ihr Heimatland. Dadurch gehen den deutschen Unternehmen dringend benötigte Fachkräfte verloren.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont deshalb: „Über 40 Prozent der international Studierenden bringen ihr Studium nicht zum Abschluss und stehen dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Mit dem Projekt unterstützen wir Hochschulen, die Studienbedingungen für den akademischen Nachwuchs aus dem Ausland zu optimieren. Auch die Übergänge in den Arbeitsmarkt sollen verbessert werden. Die Hochschulen erhalten Sondermittel, um ihre fachlichen Angebote für internationale Vollstudierende auszubauen. Außerdem helfen wir den bayerischen Hochschulen, sich generell zum Thema Studienerfolg und Studienabbruch noch stärker zu vernetzen.“

Projektidee auch über Bayern hinaus erfolgreich

Der Aufbau des Projekts ist dabei ein voller Erfolg. Von Beginn an nahmen in Bayern staatliche wie kirchliche 29 Hochschulen mit eigenen Projektideen teil. Die Erfahrungen die sie nun in der zweiten Förderphase gesammelt haben, stellten sechs Hochschulen im Rahmen der Veranstaltung vor. Durch das Netzwerk können so andere Hochschulen von diesen Erfahrungen lernen und können bei Bedarf ähnliche Projektideen entwickeln oder ihre Maßnahmen anpassen.

Auch bundesweit dienen die bayerischen Erfahrungen als Anknüpfungspunkt. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die FernUniversität in Hagen haben deshalb 2017 das Projekt Studienerfolg und Studienabbruch bei Bildungsausländern im Bachelorstudium (SeSaBa) ins Leben gerufen, bei dem auch bayerische Hochschulen teilnehmen. Begleitet und evaluiert wird das Projekt vom bayerischen Institut für Hochschulplanung und Hochschulforschung (IHF). Dr. Susanne Falk vom IHF berichtete bei der Abschlussveranstaltung vom Zwischenstand des bundesweiten Projekts.

Im Hinblick auf die beiden Projekte wird klar: die vbw hat beim Thema Studienerfolg internationaler Studierender einen entscheidenden Impuls gesetzt. Wir freuen uns deshalb, dass das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, das Projekt auch in der dritten Förderphase weiterführen wird.

Abschlussveranstaltung Studienerfolg Internationaler Studierender (2 Bilder)


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Sophie Sontag-Lohmayer

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