Letzte Aktualisierung: 22. November 2016

Vorsprung Bayern

Rückblick - vbw diskutiert Herausforderungen der bayerischen Bildungspolitik

Gemeinsam mit Vertretern der Parteien aus dem bayerischen Landtag hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. am 21. November 2016 in München über aktuelle bildungspolitische Fragen diskutiert. Im Fokus standen dabei die Herausforderungen, die es in den Bereichen Vorschule, Schule, Hochschule sowie betriebliche Aus- und Weiterbildung zu meistern gilt.

Neben Herrn Dr. Christof Prechtl, Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Bildung der vbw, nahmen an der Podiumsdiskussion Georg Eisenreich, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Michael Piazolo von den Freien Wählern, Vorsitzender des Ausschusses Wissenschaft und Kunst im Bayerischen Landtag, Thomas Gehring, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, und Martin Güll, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion SPD im Bayerischen Landtag, teil.

Leistungsstarkes Bildungssystem von zentraler Bedeutung für Wirtschaftsstandort

Dr. Christof Prechtl erklärte: „Das bayerische Bildungssystem nimmt im nationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Jetzt geht es darum, es weiter zu stärken. Ein leistungsstarkes Bildungssystem ist von zentraler Bedeutung, um den Wirtschaftsstandort Bayern dauerhaft wettbewerbsfähig zu halten. Nur mit einer ausreichend großen Zahl gut ausgebildeter Schul- und Hochschulabgänger und dual Qualifizierter können die Unternehmen ihren Fachkräftebedarf langfristig sichern und Innovationen schaffen.“

Besonderen Handlungsbedarf sieht die vbw in folgender Hinsicht:

  • Die Digitalisierung muss in allen Bildungsbereichen vorangetrieben werden. Digitale Technologien müssen im gesamten Bildungsbereich als selbstverständliche methodische Werkzeuge zur Verfügung stehen und auch eingesetzt werden.
  • Des Weiteren setzt die vbw auf eine aktiv gestaltete, talentorientierte Berufs- und Studienorientierung, die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig und kontinuierlich unterstützt. Hierfür sollte es in jeder Schule ein Gesamtkonzept zur Berufsorientierung geben.
  • In der Diskussion um die Zukunft des Gymnasiums in Bayern fordert die vbw eine qualitative Stärkung dieser Schulart anstatt einer Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium.
  • Zudem müssen Risikogruppen noch stärker in den Blick genommen werden: Von den derzeit knapp 227.000 arbeitslos gemeldeten jungen Menschen in Deutschland weisen knapp 155.000 beziehungsweise 68 Prozent keine abgeschlossene Berufsausbildung auf und die Studienabbruchquote liegt weiterhin bei mindestens rund 28 Prozent. Diese Zahlen sind nach Auffassung der vbw zu hoch und müssen stark reduziert werden.

Rückblick

Rückblick - vbw diskutiert Herausforderungen der bayerischen Bildungspolitik
am 21.11.2016 in München

Vorsprung Bayern: Bildungspolitik in Bayern auf dem Prüfstand (5)


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Dr. Lutz Korndörfer

Hochschule, Projekte

+49 (0)89-55178-222
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