Letzte Aktualisierung: 27. Juni 2016

Studie

Professionalisierung in der Frühpädagogik - Gutachten 2012

Gutachten 2012: Professionalisierung in der Frühpädagogik

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Das Gutachten zum Thema "Professionalisierung in der Frühpädagogik" ist das zweite in einer neuen Reihe von kompakten Gutachten des Aktionsrats Bildung, die konkrete bildungspolitische Einzelthemen aufgreifen und stärker als bisher den Herausforderungen in der Praxis mit gezielten Lösungsansätzen begegnen.

Die öffentlichen Erwartungen an frühpädagogische Einrichtungen haben sich im vergangenen Jahrzehnt deutlich gewandelt: Kindertageseinrichtungen werden nicht mehr nur als Betreuungs-, sondern vielmehr als zentrale Bildungseinrichtungen wahrgenommen. Der gegenwärtige quantitative Ausbau muss deshalb durch Maßnahmen zur Sicherstellung und Verbesserung der Qualität der Kindertageseinrichtungen begleitet werden.

Zu den primären Anforderungen zählen neben der optimalen Förderung der Kinder in allen Bereichen ihrer Entwicklung auch Bemühungen, individuell oder familial bedingte Ungleichheiten der Kinder zu reduzieren. Unter Berücksichtigung der Bildungspläne sollen frühpädagogische Kindertageseinrichtungen zudem den Übergang in die Grundschule erleichtern und die Kinder auf eine erfolgreiche Schullaufbahn vorbereiten.

Auf den Anfang kommt es an

Für den langfristigen Erfolg der nachwachsenden Generation in Schule, Ausbildung, Hochschule und Beruf ist die frühkindliche Bildung von zentraler Bedeutung. Neben der Qualität und der Vielfalt der Lernangebote in Kindertagesstätten kommt dem pädagogischen Personal dabei die Schlüsselrolle zu. Damit sie dieser gerecht werden können, müssen die Fachkräfte zielgerichtet auf die Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsarbeit vorbereitet werden.

Ergebnisse des Gutachtens

Mit Blick auf die hohen Erwartungen an die Qualität der frühpädagogischen Einrichtungen analysiert der Aktionsrat Bildung in seinem Gutachten "Professionalisierung in der Frühpädagogik" die Rolle von Qualifikationsniveau und -bedingungen der pädagogischen Fachkräfte. Er zeigt die gegenwärtige Personalstruktur auf und liefert eine Vorausschau auf die Personalbedarfe bis zum Jahr 2020. Unter Zugrundelegung der analysierten Handlungsbedarfe nennt er schließlich konkrete Schritte für deren zeitnahe Umsetzung, z. B.:

  • Entwicklung eines koordinierten Gesamtkonzepts für Aus-, Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals

  • Verpflichtung des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen zur Fort- und Weiterbildung

  • Schaffung von Anreizen zur beruflichen Weiterentwicklung: Erreichung eines höheren Fachkräftestatus, ohne ein Hochschulstudium absolvieren zu müssen, durch ein systematisches Weiterbildungsprogramm

  • Beschäftigung mindestens einer auf Hochschulebene ausgebildeten Fachkraft - zentral in der Einrichtungsleitung

  • Verdoppelung bis Verdreifachung der bestehenden Ausbildungskapazitäten an Hochschulen (Vollzeitstudiengänge und berufsbegleitende Studiengänge)

  • Steigerung der Attraktivität der Hochschulausbildung und des Verbleibs in frühpädagogischen Einrichtungen durch die Anhebung der Vergütung auf das Niveau vergleichbarer Studiengänge

Gutachten als Buch

"Professionalisierung in der Frühpädagogik" ist im Waxmann Verlag als Buch erschienen (ISBN: 978-3-8309-2865-6).


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Ansprechpartner
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Michael Lindemann

Vorschule, Schule, Projekte und Aktionsrat Bildung

+49 (0)89-551 78-222
Michael Lindemann
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