Letzte Aktualisierung: 21. Oktober 2016

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OECD-Studie: Bildung auf einen Blick 2016

Der jährliche Bericht der OECD Education at a Glance – Bildung auf einen Blick konstatiert 2016 ein hohes Niveau des deutschen Bildungssystems und eine überaus erfolgreiche Berufsbildung.

Ausgewählte Ergebnisse für Deutschland

  • Investitionen in Bildung trotz Schülerrückgang: Die jährlichen Ausgaben je Schüler / Studierenden vom Primar- bis zum Tertiärbereich in Deutschland liegen über dem OECD-Durchschnitt. Während die Schülerzahlen um 8 Prozent sanken, erhöhten sich die Ausgaben je Schüler um 12 Prozent (OECD-Durchschnitt 8 Prozent).
  • Berufsbildungssystem entscheidend: „Das gut entwickelte Berufsbildungssystem in Deutschland stärkt die Beschäftigungsfähigkeit und spielt eine entscheidende Rolle im deutschen Bildungssystem“, so der Bericht. Die Arbeitslosenquote unter Erwachsenen mit einem Berufsabschluss zählt zu den niedrigsten in den OECD-Ländern. Mehr als die Hälfte der 25- bis 34-Jährigen wählt diesen Weg als Einstieg in die qualifizierte Berufstätigkeit gegenüber 26 Prozent im OECD-Schnitt.
  • Stabiles Bildungsniveau: In Deutschland haben nahezu 90 Prozent der Bevölkerung mindestens einen Abschluss des Sekundarbereichs II erworben. Die berufliche Bildung ist ein wichtiger Stabilitätsfaktor für den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote der 25- bis 64-jährigen Erwachsenen mit einem beruflichen Abschluss des Sekundarbereichs II zählt mit 4,2 Prozent zu den niedrigsten in der OECD.
  • Zunahme des Tertiärabschlusses: Der Anteil junger Erwachsener mit Tertiärabschluss, also Hochschule und vergleichbare Abschlüsse, hat in Deutschland stetig zugenommen – von 22 Prozent (2005) auf 30 Prozent (2015).
  • Große Bedeutung der frühkindlichen Bildung: 2014 besuchten 65 Prozent der 2-jährigen Kinder frühkindliche Bildungseinrichtungen – gegenüber 2013 ein Anstieg um 6 Prozent. 94 Prozent der 3-Jährigen, 98 Prozent der 4-Jährigen und 99 Prozent der 5-Jährigen nehmen an der Vorschulbildung teil. Damit liegen die Zahlen deutlich über dem OECD-Durchschnitt. Die Teilnahme an frühkindlicher Bildung ist für Kinder mit Migrationshintergrund besonders vorteilhaft. Kinder, die mindestens ein Jahr an Vorschulbildung teilgenommen hatten, haben in der PISA-Skala in der Regel bessere Leistungen erbracht als Schüler, bei denen dies nicht der Fall war.

Bewertung

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt die von der OECD festgestellten positiven Ergebnisse innerhalb des deutschen Bildungssystems. Gleichzeitig warnt sie davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Vielmehr dürfen die vielfältigen Bemühungen, das bestehende Bildungssystem kontinuierlich weiterzuentwickeln, nicht nachlassen. Ziele müssen auch in Zukunft sein, die Bildungsqualität und die Bildungsbeteiligung zu steigern sowie die Partizipationsgerechtigkeit zu fördern.

Im Anhang finden Sie die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland.

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OECD: Bildung auf einen Blick 2016

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Michael Lindemann

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