Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2017

Vorsprung Bayern

Rückblick - vbw diskutiert Herausforderungen der bayerischen Bildungspolitik

Gemeinsam mit Vertretern der Parteien aus dem bayerischen Landtag hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf einem Kongress im Haus der Bayerischen Wirtschaft aktuelle bildungspolitischen Fragen diskutiert. Im Fokus standen dabei die Herausforderungen, die es in den Bereichen Vorschule, Schule, Hochschule sowie betriebliche Aus- und Weiterbildung zu meistern gilt. Neben vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt nahmen an der Podiumsdiskussion am 09. Oktober 2017 der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle, Prof. Dr. Michael Piazolo, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Freie Wähler im Bayerischen Landtag, Thomas Gehring, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, und Martin Güll, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion SPD im Bayerischen Landtag, teil.

Brossardt erklärte: "Bayern ist bei der Bildung sehr gut aufgestellt und nimmt bei Vergleichsstudien kontinuierlich einen Spitzenplatz ein. Das darf uns aber nicht dazu verleiten, in unseren Anstrengungen nachzulassen. Globale Herausforderungen und technologische Umbrüche stellen das Bildungssystem vor große Herausforderungen. Eine gute Bildung ist wesentlich für unsere jetzige und künftige Wettbewerbsfähigkeit – und damit auch für unseren Wohlstand."

Besonderen Handlungsbedarf sieht die vbw in folgender Hinsicht:

  • Die Digitalisierung muss in allen Bildungsbereichen vorangetrieben werden. Digitale Technologien müssen frühestmöglich in allen Lehr- und Lernprozessen im gesamten Bildungsbereich verankert werden.
  • Die Fachkräftesicherung, insbesondere im Bereich MINT / IT ist eine große Herausforderung. Nur mit einer ausreichend großen Zahl gut ausgebildeter Schul- und Hochschulabgänger können die Unternehmen ihren Fachkräftebedarf langfristig sichern und Innovationen schaffen. Hierfür müssen unter anderem die weiterhin hohen Abbruchquoten von MINT-Studierenden gesenkt werden.
  • Des Weiteren setzt die vbw auf eine aktiv gestaltete, talentorientierte Berufs- und Studienorientierung, die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig und kontinuierlich unterstützt. Hierfür sollte es in jeder Schule ein Gesamtkonzept zur Berufsorientierung geben.
  • Im Zeitalter der Internationalisierung sieht es die vbw als notwendig an, Schüler, Auszubildende und Studierende auf ein multinationales Berufsumfeld vorzubereiten. Hierzu zählt die Vermittlung fremdsprachlichen Know-hows sowie das Sammeln internationaler Erfahrungen in allen Bildungsbereichen.
  • Auch die Integration von Flüchtlingen erklärt die vbw weiterhin als zentrale Herausforderung für das Bildungssystem.
  • In der Diskussion um die Zukunft des Gymnasiums in Bayern begrüßt es die vbw, dass am neuen neunjährigen Gymnasium leistungsfähige Schüler flächendeckend die Möglichkeit erhalten, das Gymnasium weiterhin in acht Jahren durchlaufen zu können. Kultusverwaltung und alle Schulen müssen jetzt einen strukturierten Lernweg in acht Jahren anbieten, der von den Lehrkräften vor Ort auch aktiv und motivierend beworben wird, so dass dieser Weg Selbstverständlichkeit wird und keine Ausnahme bleibt.


Rückblick

Rückblick - vbw diskutiert Herausforderungen der bayerischen Bildungspolitik
am 09.10.2017 in München

Bilder (6)

Bildungspolitik in Bayern auf dem Prüfstand
Bildungspolitik in Bayern auf dem Prüfstand
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Dr. Lutz Korndörfer

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+49 (0)89-55178-222
Lutz Korndörfer

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