Letzte Aktualisierung: 23. August 2017

Information

Bildungsmonitor 2017

Im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in diesem Jahr bereits zum 14. Mal den Bildungsmonitor vorgelegt. Dieser untersucht in zwölf bildungsökonomisch relevanten Handlungsfeldern (z. B. Inputeffizienz, Förderinfrastruktur, Zeiteffizienz, berufliche Bildung, Hochschule und MINT) anhand von 93 Indikatoren, wie die Länder Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern. Damit beschreibt er relative Stärken und Schwächen der einzelnen Länder.

Zentrale Ergebnisse des Bildungsmonitors

Im Durchschnitt haben sich die 16 deutschen Länder in den letzten Untersuchungen zum Bildungsmonitor (Jahre 2014 bis 2017) nur noch in sehr geringem Maße verbessert. Die größeren Reformerfolge lagen in den Jahren bis 2013. Die Dynamik der Fortschritte im Bildungssystem nahm deutlich ab, obwohl die Herausforderungen – vor allem Migration und Digitalisierung – noch einmal gestiegen sind.

In einem gesonderten Kapitel plädiert der Bildungsmonitor 2017 für eine neue bildungspolitische Reformagenda.

Bayern nimmt erneut einen Spitzenplatz ein

Bayern verfügt über ein leistungsfähiges Bildungssystem. Beim Bildungsmonitor 2017 belegt Bayern erneut den dritten Platz. Besondere Stärken weist Bayern in den Handlungsfeldern Berufliche Bildung, Inputeffizienz, Vermeidung von Bildungsarmut und Ausgabenpriorisierung auf:

  • Das Ausbildungsstellenangebot ist groß, der Anteil unversorgter Jugendlicher sehr niedrig und es nehmen bundesweit die meisten Erwachsenen an Fortbildungen teil.
  • Die Altersstruktur der Lehrer ist ausgewogen. Die Investitionsquoten an allgemeinen und beruflichen Schulen und Hochschulen sind sehr hoch.
  • Nur wenige Schüler haben geringe Kompetenzen und nur wenige verlassen die
  • Schule ohne Abschluss.
  • Die Bildungsausgaben je Grundschüler sind sehr hoch.

Im Vergleich zum Bildungsmonitor 2013 hat Bayern in der aktuellen Spitzengruppe die größten positiven Veränderungen erreicht.

Bewertung

Die bildungsökonomische Perspektive des Bildungsmonitors ist ein Alleinstellungsmerkmal: Im Zentrum stehen die Themen der Wirtschaft, allen voran die Fachkräftesicherung als Kernpunkt für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Es ist für die Wirtschaft wichtig, zu erkennen, dass und wie durch Verbesserungen im Bildungssystem eine Zunahme an Fachkräften erreicht werden kann und wie die einzelnen Länder ihre Bildungssysteme weiterentwickeln.

Für Bayern belegt die Studie auch: Bayern kommt gerade und vor allem wegen der föderalen Struktur in Deutschland zu hervorragenden Ergebnissen, weil die Entscheidungen vor Ort landesspezifisch getroffen und die Mittel effizient eingesetzt werden können.

Im Anhang finden Sie den vollständigen Studienbericht zum Herunterladen.

Publikationen
u
Information
Bildungsmonitor 2017

Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Michael Lindemann

Vorschule, Schule, Projekte und Aktionsrat Bildung

+49 (0)89-551 78-222
Michael Lindemann
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben