Letzte Aktualisierung: 15. August 2019

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Bildungsmonitor 2019: Bayern belegt Platz 2 der 16 Länder

Im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in diesem Jahr bereits zum 16. Mal den Bildungsmonitor für Deutschland vorgelegt. In die Studie wurden 93 Indikatoren in 12 Handlungsfeldern einbezogen. Diese Indikatoren beschreiben unter anderem über Betreuungsrelationen die Infrastruktur an Schulen, den Zugang zu Bildung über Schulabbrecherquoten, sowie die Qualität der schulischen Leistung. Der Bildungsmonitor zeigt somit relative Stärken und Schwächen der einzelnen deutschen Länder. Die Indikatoren messen zusätzlich sowohl Aspekte der Partizipationsgerechtigkeit als auch Impulse des Bildungssystems zur Stärkung der Qualifikationsbasis unserer Volkswirtschaft.

Zentrale Ergebnisse des Bildungsmonitors

Die leistungsfähigsten Bildungssysteme in Deutschland haben Sachsen und Bayern gefolgt von Thüringen, dem Saarland, Hamburg und Baden-Württemberg. Gegenüber dem Referenzjahr 2013 hat sich Bayern kontinuierlich weiter verbessert und belegt beim Bildungsmonitor 2019 den zweiten Platz – gegenüber dem dritten Platz im Jahr 2018.

Stärken des bayerischen Bildungssystems

Besondere Stärken weist Bayern in den Handlungsfeldern „Berufliche Bildung“ (Platz 1), „Schulqualität“, „Vermeidung von Bildungsarmut“ und „Ausgabenpriorisierung“ (jeweils Platz 2) auf:

  • Das Ausbildungsstellenangebot ist groß, der Anteil unversorgter Jugendlicher ist gering und es nehmen die meisten Erwachsenen an Fortbildungen teil.
  • Nur wenige Schüler haben geringe Kompetenzen und nur wenige verlassen die Schule ohne Abschluss. Die Erfolgsquoten in der Berufsvorbereitung sind hoch.
  • Die Bildungsausgaben je Grundschüler sind sehr hoch.
  • Die Altersstruktur der Lehrer ist die ausgewogenste in allen 16 Ländern. Die Investitionsquoten an Schulen sind sehr hoch.

Bewertung

Die bildungsökonomische Perspektive des Bildungsmonitors ist ein Alleinstellungsmerkmal. Die Vergleichsstudie untersucht, inwieweit die einzelnen Länder Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern. Die Ergebnisse des Bildungsmonitors zeigen die Leistungsfähigkeit des bayerischen Bildungssystems. „Dennoch gilt es, dieses weiterzuentwickeln, vor allem im Bereich der digitalen Bildung. Die IT-Ausstattung der Schulen muss aktuellen Standards der Informations- und Kommunikationstechnologien entsprechen. Schüler müssen frühzeitig die Chancen und Risiken digitaler Medien kennenlernen und den selbstbestimmten Umgang damit lernen. Die digitale Souveränität jedes Einzelnen muss ein zentrales Bildungsziel sein“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Alle Ergebnisse des Bildungsmonitors 2019 sowie zahlreiche Grafiken können Sie unter www.insm-bildungsmonitor.de finden.


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Ansprechpartner
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Michael Lindemann

Vorschule, Schule, Projekte und Aktionsrat Bildung

+49 (0)89-551 78-222
Michael Lindemann
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