Letzte Aktualisierung: 19. August 2016

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Bildungsmonitor 2016

Im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in diesem Jahr bereits zum 13. Mal den Bildungsmonitor vorgelegt. Dieser untersucht in zwölf bildungsökonomisch relevanten Handlungsfeldern - wie Inputeffizienz, Förderinfrastruktur, Zeiteffizienz, berufliche Bildung, Hochschule und MINT - anhand von 93 Indikatoren, wie die Länder Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern. Damit beschreibt er die relativen Stärken und Schwächen der einzelnen Länder.

Zentrale Ergebnisse des Bildungsmonitors

Der Bildungsmonitor 2016 zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahr die Länder keine Fortschritte im Gesamtbild der zwölf Handlungsfelder machen konnten. In einzelnen Handlungsfeldern (z. B. Förderinfrastruktur, Betreuungsbedingungen und Forschungsorientierung) sind zwar Verbesserungen zu sehen, diese werden aber durch stagnierende (Zeiteffizienz, Schulqualität) bzw. sinkende Werte (Bildungsarmut, Berufliche Bildung, Ausgabenpriorisierung, Integration) wieder kompensiert.

In einem gesonderten Kapitel wird das aktuelle Thema der Bildungsintegration von Flüchtlingen beleuchtet. Das IW Köln schätzt die notwendigen zusätzlichen öffentlichen Bildungsausgaben für das Jahr 2017 auf rund 3,5 Mrd. Euro.

Bayern nimmt erneut einen Spitzenplatz ein

Bayern verfügt über ein leistungsfähiges Bildungssystem. Beim Bildungsmonitor 2016 belegt Bayern erneut den dritten Platz. Besondere Stärken weist der Freistaat in den Handlungsfeldern berufliche Bildung, Inputeffizienz und Vermeidung von Bildungsarmut auf:

  • So ist das Ausbildungsstellenangebot sehr hoch, der Anteil unversorgter Jugendlicher der niedrigste und die Fortbildungsbeteiligung Erwachsener hat den höchsten Wert in Deutschland.
  • Die Altersstruktur der Lehrer ist die gleichmäßigste in Deutschland; die Investitionsquoten an Schulen und Hochschulen sind sehr hoch.
  • Der Anteil an Schülern mit niedrigen Kompetenzen ist sehr gering; nur wenige Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss; die Erfolgsquoten in der Berufsvorbereitung sind hoch.

Bewertung

Die bildungsökonomische Perspektive des Bildungsmonitors ist ein Alleinstellungsmerkmal: Im Zentrum stehen die Themen der Wirtschaft, allen voran die Fachkräftesicherung als Kernpunkt für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Es ist für die Wirtschaft wichtig, zu erkennen, dass und wie durch Verbesserungen im Bildungssystem eine Zunahme an Fachkräften erreicht werden kann und wie die einzelnen Länder ihre Bildungssysteme weiterentwickeln.

Für Bayern belegt die Studie: Der Freistaat kommt gerade und vor allem wegen der föderalen Strukturen zu hervorragenden Ergebnissen, weil die Entscheidungen vor Ort landesspezifisch getroffen und die Mittel effizient eingesetzt werden.

Im Anhang finden Sie den vollständigen Studienbericht zum Herunterladen.

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