Letzte Aktualisierung: 08. Februar 2019

Information

Aktuelle Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt und Stand der Nachvermittlung Januar 2019

Situation in Bayern

Im Zeitraum Oktober 2018 bis Januar 2019 ist im Vorjahresvergleich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung ab Herbst 2019 auf 50.427 zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 4,0 Prozent. Bei den gemeldeten Berufsausbildungsstellen gibt es einen Zuwachs von 7,4 Prozent auf nun 85.711. Damit stehen jedem gemeldeten Bewerber in Bayern rein rechnerisch 1,70 gemeldete Berufsausbildungsstellen zur Verfügung.

Situation in Deutschland

Im Zeitraum Oktober 2018 bis Januar 2019 ist im Vorjahresvergleich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung ab Herbst 2019 leicht zurückgegangen (-1,9 Prozent auf nun 317.613). Gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze gestiegen (+4,7 Prozent auf nun 412.717). Dies geht zurück auf den Anstieg des Angebots betrieblicher Berufsausbildungsplätze (+4,7 Prozent).

Die Betriebe engagieren sich dafür, durch Ausbildung den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. Jedoch erfahren viele Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Mit der Meldung bei der BA machen sie ihre Ausbildungsbereitschaft sichtbar und verbessern damit ihre Chancen auf einen Vertragsabschluss. Insgesamt ist der Ausbildungsmarkt im Januar noch stark in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung noch zu früh.

Nachvermittung im fünften Quartal

In der Nachvermittlung im Berichtszeitraum von Oktober bis Dezember, dem sogenannten fünften Quartal, versuchen bundesweit viele Betriebe ihre noch oder erneut freien Ausbildungsplätze zu besetzen. Gleichzeitig sind viele junge Menschen noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Es zeigt sich, dass die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz in der Nachvermittlung 2018 sehr gut waren und noch sind. Allerdings gibt es immer mehr Betriebe, die ihre Stellen nicht besetzen können. Die Anzahl der am 30. September 2018 noch unversorgten Bewerber (24.500) konnte bundesweit bis Mitte Januar 2019 um 58 Prozent auf 14.100 reduziert werden.

Einstiegsqualifizierung

Um vor allem schwächere Jugendliche beim Einstieg in Ausbildung zu unterstützen, stellt die Wirtschaft betriebliche Einstiegsqualifizierungen (EQ) bereit. Im Januar 2019 befanden sich bundesweit nach vorläufigen, hochgerechneten Daten 12.900 junge Menschen in einer betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ). Das waren 1.100 weniger als im Januar des letzten Jahres (- 8 Prozent). 3.900 gemeldete Stellen für Einstiegsqualifizierungen waren zum Stichtag im Januar noch unbesetzt.

Assistierte Ausbildung

Das Instrument der Assistierten Ausbildung (AsA) unterstützt seit Mai 2015 förderungsbedürftige junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe vor und während der Ausbildung. Mitte Januar nahmen, nach vorläufigen Daten, bundesweit 10.500 Jugendliche an einer AsA teil. Das waren 600 mehr als im Vorjahresmonat (+6 Prozent).


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Isabell Grella

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