Letzte Aktualisierung: 30. April 2020

Information

Neuordnung IT-Berufe 2020 greift bei Ausbildungsbeginn ab August 2020

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung die vier dualen IT-Berufe modernisiert und in Kraft gesetzt.

Alle Ausbildungs- und Umschulungsverhältnisse, die ab 01. August 2020 beginnen werden, unterliegen den neuen Regelungen. Mit Änderung der Rechtsgrundlage sind bereits eingereichte Berufsausbildungs- und Umschulungsverhältnisse umzustellen.

Sollten Sie bereits Vertragsunterlagen für den Ausbildungsbeginn ab 01. August 2020 oder
später eingereicht haben, so sind diese aufgrund der geänderten Rechtsgrundlage zu aktualisieren.

Bezeichnungen der neuen IT-Berufe

Die bisherigen kaufmännischen IT-Berufe wurden komplett ersetzt. Der Fachinformatiker wurde durch zwei weitere Fachrichtungen ergänzt.

Die Bezeichnungen der neuen IT-Berufe sind:

  • Fachinformatiker/-innen Daten- und Prozessanalyse analysieren Arbeits- und Geschäftsprozesse. Sie analysieren Datenquellen und stellen Daten bereit, zur Optimierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie zur Optimierung digitaler Geschäftsmodelle. Sie achten auf die Umsetzung des Datenschutzes und der Schutzziele der Datensicherheit.
  • Fachinformatiker/-innen Digitale Vernetzung analysieren und planen Systeme zur Vernetzung von Prozessen und Produkten. Sie errichten, ändern und prüfen vernetzte Systeme und betreiben vernetzte Systeme und stellen die Systemverfügbarkeit sicher.
  • Fachinformatiker/-innen Anwendungsentwicklung entwerfen und realisieren Softwareprojekte nach Kundenwunsch. Hierfür analysieren und planen sie IT-Systeme.
  • Fachinformatiker/-innen Systemintegration realisieren kundenspezifische Informations- und Kommunikationslösungen. Hierfür vernetzen sie Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen.
  • IT-Systemelektroniker/-in
  • Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement
  • Kaufmann/-frau für IT-Systemmanagement

Gestreckte Abschlussprüfung bei den neugeordneten Berufen

Anstelle der Zwischen- und Abschlussprüfung findet künftig eine gestreckte Abschlussprüfung (GAP) statt.

Die in der Mitte der Ausbildung erzielten Ergebnisse aus Teil 1 (Einrichten eines IT-gestützen Arbeitsplatzes) fließen dabei mit 20 Prozent in das Endergebnis der Abschlussprüfung Teil 2 mit ein.

Werden bereits laufende Berufsausbildungsverträge nach den bisherigen Vorschriften zu
Ende geführt, so nehmen diese Auszubildenden unverändert an der Zwischenprüfung teil.

Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse („Umschreibemöglichkeit“)

Berufsausbildungsverhältnisse in den IT-Berufen, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits bestehen, können nach den Vorschriften der entsprechenden Verordnung unter Anrechnung der bisher absolvierten Ausbildungszeit fortgesetzt werden.

Wichtig ist, dass die Vertragsparteien dies schriftlich vereinbaren und der Auszubildende die Zwischenprüfung noch nicht absolviert hat.

Umsetzungshilfen

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) erstellt derzeit für die Ausbildungsberufe eine Umsetzungshilfe mit erläuternden Texten und Praxisbeispielen für die Ausbildungsbetriebe und die Ausbilder. Hierüber werden wir Sie informieren!


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Ansprechpartner
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Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
Isabell Grella
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