Letzte Aktualisierung: 13. April 2017

Information

Good Practice Beispiel Assistierte Ausbildung aus Wolfratshausen

Monika B., eine junge Auszubildende mit kroatischen Wurzeln, hat das erste Ausbildungsjahr zur Augenoptikerin bereits erfolgreich absolviert. Bei ihrer Ausbildung wird Monika B. durch die „Assistierte Ausbildung (AsA)“ unterstützt, welche in Wolfratshausen durch die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH umgesetzt wird.

Erfahrungsbericht aus der Praxis

Monika B. ist davon überzeugt, dass die Assistierte Ausbildung genau die richtige Unterstützung für sie bietet: „Ich bin mit meinen Eltern erst vor zwei Jahren aus Zagreb (Kroatien) nach Deutschland gekommen. Meine Eltern wollten für sich selber und natürlich auch für mich eine bessere Zukunft, mit Ausbildung und Arbeit. Schweren Herzens habe ich meinen Bruder, der in Zagreb studiert und meine vielen Freunde zurückgelassen und bin hierher gekommen. Kaum in Deutschland angekommen, wurde ich gleich eingeschult. Zuerst in die 5. Klasse der Mittelschule Bad Tölz, ohne dass ich auch nur ein Wort Deutsch verstand. Nach kurzer Zeit konnte ich in die 9. Klasse wechseln und habe auch den Quali geschafft. Ich wollte so schnell wie möglich auf eigenen Füßen stehen und habe daher nach einer Ausbildungsstelle gesucht. Ich habe bei vielen Arbeitgebern angefragt, bekam aber wegen meiner Deutschkenntnisse nur Absagen. Die Firma Blickpunkt GmbH in Starnberg hat mir eine Chance gegeben, denn sie hatten von AsA gehört und meine Probearbeit dort lief auch ganz gut. Seit meinem Start in die Ausbildung bekomme ich gezielten Deutschunterricht, denn erst wenn ich gut Deutsch kann, auch die Fachbegriffe, verstehe ich die Textaufgaben von Mathematik und Physik“.

Professionelle Unterstützung durch die Assistierte Ausbildung

Auch Petra Heinecke, Augenoptikermeisterin bei der Blickpunkt GmbH in Starnberg ist von dem Unterstützungsinstrument der Bundesagentur für Arbeit überzeugt: „Als Ausbildungsbetrieb vermitteln wir unseren Azubis den professionellen Umgang mit Maschinen und Werkzeugen. Augenoptiker ist jedoch auch ein stark kommunikativer Beruf. Vor allem bei der Vermittlung der sprachlichen Lerninhalte sind wir aufgrund der besonderen Situation von Monika auf die professionelle Unterstützung durch die Assistierte Ausbildung angewiesen. Wir sind froh, dass Monika während ihrer Ausbildung durch das bfz begleitet wird und dort neben ihren fachlichen Kompetenzen auch ihre kommunikativen Fähigkeiten ausbauen kann.“

Beratungsangebot der Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit berät sowohl Unternehmen als auch ausbildungsinteressierte Jugendliche gerne zu den unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten, wie beispielsweise die Assistierte Ausbildung. Die Beratung ist sowohl telefonisch als auch persönlich möglich.


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Tina Wehrle

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
Tina Wehrle
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