Letzte Aktualisierung: 29. Mai 2020

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Duale Ausbildung in der Corona-Krise verlässlich fortführen

Am 26. Mai 2020 wurde von Wirtschaft und Politik auf Spitzenebene unter Beteiligung der Bundeswirtschaftsminister Altmaier, Bundesarbeitsminister Heil sowie Bundesbildungsministerin Karliczek die gemeinsame Erklärung "Duale Ausbildung in der Corona-Krise verlässlich fortführen" verabschiedet.

Zielsetzung

In der Erklärung vereinbaren die Allianz-Partner gemeinsame Anstrengungen, um Ausbildungsbetriebe und Auszubildende in der Krise sachgerecht und zielgenau zu unterstützen Als Grundlage des gemeinsamen Handelns wird von Monat zu Monat regional, branchen- und betriebsgrößenspezifisch analysiert, wo Ausbildung ohne Hilfe von außen nicht mehr möglich erscheint und wo zeitnah reagiert werden muss. Auf dieser Basis werden bedarfsgerechte und zielgenaue Unterstützungsmaßnahmen entwickelt.

Maßnahmen

Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Sicherstellung der verschobenen Abschlussprüfungen
  • Weitere Öffnung der Berufsschulen und
  • ggf. Sicherung der Anschlussausbildung von Insolvenzlehrlingen
  • Verstärktes Angebot digitaler Berufsorientierung für Schulabsolventen ab Herbst 2020
  • Verstärkte Nutzung von Einstiegsqualifizierungen als niedrigschwelliger Start in Ausbildung
  • Nutzung von Verbund- und Auftragsausbildung, wo dies sinnvoll und möglich ist
  • Unterstützung der Betriebe beim digitalen Recruiting von Auszubildenden durch Kammern und Verbände
  • Befristete Prämie bei der zusätzlichen Übernahme von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben

Bewertung

Die gemeinsame Erklärung ist positiv zu bewerten. Forderungen nach Maßnahmen, die tiefgreifend in die ordnungspolitische Struktur der Berufsbildung eingegriffen hätten (z. B. die Gründung eines bundesweiten branchenübergreifenden Zukunftsfonds; umfangreiches Programm zu Auftragsausbildung mit tariflicher Ausbildungsvergütung), konnten abgewehrt werden.

Demgegenüber ist es gelungen, den Einsatz von Fördermaßnahmen eng an eine genaue Analyse der tatsächlichen Entwicklung und möglichen Herausforderungen des Ausbildungsmarktes je nach Region, Branche und Betriebsgröße zu koppeln. Damit wird
abgewendet, dass Fördermaßnahmen mit der Gießkanne und ohne Not umgesetzt, sowie die Eigenverantwortung der Betriebe bei Ausbildung und Fachkräftesicherung eingeschränkt werden.

Die Gemeinsame Erklärung und die Pressemitteilung finden Sie in der Anlage.

Pressemitteilung
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Pressemitteilung
Allianz für Aus- und Weiterbildung – Duale Ausbildung in der Corona-Krise verlässlich fortführen
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Gemeinsame Erklärung – Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019-2021

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Ansprechpartner
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Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
Isabell Grella
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