Letzte Aktualisierung: 01. Juni 2016

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BIBB-Studie zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung

Betriebe investieren in hohem Umfang in die Ausbildung ihres Fachkräftenachwuchses. Die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung zeigen, dass die Aufwendungen der Betriebe im Vergleich zur letzten Erhebung 2007 um real etwa 600 Euro pro Auszubildendem und Jahr auf 5.398 Euro gestiegen sind.

Bruttokosten der Ausbildung

Im Ausbildungsjahr 2012 / 2013 entstanden den Betrieben im Durchschnitt pro Auszubildenden und Jahr Bruttokosten in Höhe von 17.933 Euro. Davon entfielen 11.018 Euro (62 Prozent) auf die Personalkosten der Auszubildenden und 4.125 Euro (23 Prozent) auf die des Ausbildungspersonals. Mit 925 Euro (fünf Prozent) schlugen die Anlage- und Sachkosten und mit 1.866 Euro (zehn Prozent) sonstige Kosten zu Buche. Hierzu gehören zum Beispiel Kammergebühren oder Kosten für externe Lehrgänge und die Ausbildungsverwaltung.

Wirtschaftlicher Beitrag der Azubis

Die Auszubildenden verursachen jedoch nicht nur Kosten. Sie leisten durch ihre Arbeit einen Beitrag zur Produktion von Waren und Dienstleistungen. Zieht man diese produktiven Leistungen in Höhe von durchschnittlich 12.535 Euro von den Bruttokosten ab, so ergeben sich für das Ausbildungsjahr 2012 / 2013 für die Betriebe durchschnittliche Nettokosten von 5.398 Euro pro Jahr und Auszubildenden. Etwa 28 Prozent der Auszubildenden erwirtschafteten 2012 / 2013 Nettoerträge für ihre Ausbildungsbetriebe, das heißt die Erträge aus den produktiven Leistungen übersteigen bei diesen Auszubildenden die Bruttokosten.

Einsparungen bei Übernahme der Auszubildenden

Bei einer Übernahme der Auszubildenden sparen die Betriebe erhebliche Kosten ein. Im Durchschnitt übernahmen die Unternehmen rund 60 Prozent ihrer Auszubildenden. Sie sparen so Personalgewinnungskosten, die anfallen würden, wenn Fachkräfte vom externen Arbeitsmarkt eingestellt werden müssten. Hierfür wendete ein Betrieb laut BIBB-Befragung durchschnitlich 8.715 Euro auf. Außerdem ergeben sich für die Betriebe noch weitere Vorteile, deren Wert sich aber nicht monetär berechnen lässt. So kann der Betrieb zum Beispiel den Auszubildenden, zusätzlich zu den durch die Ausbildungsordnung vorgegebenen Inhalten, bereits in der Ausbildung weitere betriebsspezifische Kenntnisse vermitteln.

Mehrheit der Betriebe ist mit dem Kosten-Nutzen-Verhältnis zufrieden

Über 80 Prozent der Betriebe bestätigen, dass sie ausbilden, um Fachkräfte zu qualifizieren, die langfristig im Unternehmen eingesetzt werden sollen. Der Großteil (59 Prozent) der mehr als 3.000 befragten Ausbildungsbetriebe ist daher nach eigener Aussage „sehr zufrieden" oder „zufrieden" mit dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der Ausbildung.

Publikationen
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Forschungsbericht
Ergebnisse der BiBB Kosten-Nutzen-Erhebung 2012 / 2013

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