Letzte Aktualisierung: 05. September 2019

Information

Unterzeichnung der Allianz für Aus- und Weiterbildung (2019-2021)

Am 26. August 2019 wurde in Anwesenheit zahlreicher Bundesminister und Verbandspräsidenten die neue Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung (Laufzeit 2019-2021) unterzeichnet. Partner der Allianz sind Bund (BMWi als federführendes Ressort, BMBF, BMAS, Integrationsbeauftragte), Wirtschaft (BDA, DIHK, ZDH, bfb), Gewerkschaften (DGB, IG BCE, IG Metall, ver.di), Länder (KMK, ASMK, WMK) sowie die Bundesagentur für Arbeit.

Handlungsfelder

Mit der neuen Allianz für Aus- und Weiterbildung wird die vorherige Allianz (2015-2018) mit anderen Handlungsschwerpunkten weitergeführt. Der Fokus der neuen Allianz ist darauf ausgerichtet, die hohe und zuletzt jährlich weiter steigende Zahl gemeldeter betrieblicher Ausbildungsplätze zu besetzen, die berufliche Bildung als Rückgrat der Fachkräftesicherung und gleichwertige Alternative zur akademischen Bildung zu stärken und die Möglichkeiten der Unterstützung weiter zu entwickeln sowie stärker publik zu machen.

Dafür wurden drei zentrale Handlungsfelder definiert:

  • Mehr Betriebe und Jugendliche zusammenbringen und in der Ausbildung halten
  • Attraktivität und Qualität der dualen Ausbildung weiter steigern;
  • gemeinsam für berufliche Bildung werben
  • Berufliche Fortbildung stärken und Höherqualifizierende / Höhere Berufsbildung voranbringen
Zu diesen Feldern werden jeweils qualitative Handlungsansätze formuliert.

Bewertung

Nach einem langen und schwierigen Verhandlungsprozess kann das Ergebnis als positiv bewertet werden. Forderungen, verschiedene quantitative Vorgaben in die Allianzerklärung aufzunehmen (Festschreibungen zur Zahl der jährlich zu meldenden Ausbildungsplätze
und abzuschließenden Ausbildungsverträge, zur Zahl der Ausbildungsangebote für Hauptschüler, zur Zahl der Plätze der Assistierten Ausbildung (AsA) sowie zur Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsplätze), konnten sämtlich abgewehrt werden.

Demgegenüber ist es gelungen, zahlreiche Punkte, die aus BDA-Sicht wichtig sind, im Text zu verankern (z. B. frühzeitige Berufsorientierung, insbesondere auch an den Gymnasien; Gewinnung von leistungsstarken Schülerinnen und Schülern für die duale Ausbildung; Stärkung der Berufsschulen durch deren Berücksichtigung im Rahmen des DigitalPaktes).

Es wurde ebenfalls vereinbart, die gemeinsamen Aktivitäten der Allianz-Partner, die in der vergangenen Allianz- Vereinbarung erfolgreich begonnen wurden, weiterzuführen (z. B. gemeinsames Werben für die Meldung der Ausbildungsplätze bei der BA, Weiterentwicklung und Ausbau der Assistierten Ausbildung, Umsetzung des gemeinsamen "Konzepts der vier Wellen" zur erfolgreichen (Nach)Vermittlung). Die programmatische Erklärung bildet somit eine gute Grundlage, in den kommenden Jahren auf Bundesebene konstruktiv mit allen Allianzpartnern die Berufsbildung voran zu bringen.

BDA-Vizepräsident Dr. Gerhard F. Braun betonte anlässlich der Unterzeichnung der Allianz für Aus- und Weiterbildung: „Wie konsequent die Arbeitgeber die Allianz für Aus- und Weiterbildung unterstützen zeigt auch, dass wir mittlerweile zwölf Jahre hintereinander jeweils mehr angebotene Ausbildungsplätze als unversorgte Bewerber haben. Daran erkennt man das riesige Interesse der Betriebe, junge Menschen auszubilden.“

Die Allianz-Vereinbarung finden Sie in der Anlage.

Information
i
Information
Allianztext Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019-2021

Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
Isabell Grella
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben