Letzte Aktualisierung: 03. April 2020

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Absage aller IHK-Prüfungen und Ausfall des Berufsschulunterrichts

In der Folge der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus haben sich die IHK-Gremien darauf verständigt, vom 16. März bis vorerst 24. April sämtliche Prüfungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) abzusagen.

Die IHK-Organisation begründet die Absage mit dem gemeinsamen Aufruf der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen sei nicht mehr möglich.

Neue Prüfungstermine noch offen

Die IHK-Organisation hat somit angesichts der momentanen Lage beschlossen, die bundeseinheitlichen Zwischen- und Abschlussprüfungen Teil 1 in allen Ausbildungsberufen abzusagen. Alle Weiterbildungsprüfungen, die im Zeitraum vom 16. März 2020 bis einschließlich 24. April 2020 stattfinden sollte, werden abgesagt. Dies betrifft auch die AdA-Prüfung.

Die Zwischenprüfung gilt für alle betroffenen Azubis pauschal als abgelegt und somit sind dann auch die Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung erfüllt.

Neue Prüfungstermine sind derzeit noch offen. Die Industrie- und Handelskammern werden neue Termine bekanntgeben, sobald sich die Risikoeinschätzung rund um die Ausbreitung des Coronavirus wieder verbessert hat.

Bundesweiter Ausfall des Berufsschulunterrichts

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus haben die Bundesländer beschlossen, alle Schulen und damit auch die Berufsschulen zu schließen. Bundesweit findet kein Unterricht mehr statt.

Aufgrund des generellen Unterrichtsausfalls sind Auszubildende grundsätzlich verpflichtet, zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb zu erscheinen. Der Freistellungstatbestand aus § 15 Abs. 1 Nr. 1 BBiG entfällt.

Sofern jedoch die jeweiligen Berufsschulen Unterrichtsmaterial über Lernplattformen oder in ähnlicher Art und Weise zur Verfügung stellen, ist davon auszugehen, dass den Auszubildenden zur Bearbeitung dieser Materialien ausreichend Zeit während der Ausbildung zur Verfügung gestellt werden muss.

Da zudem in vielen Fällen aufgrund von vorübergehenden Betriebsschließungen oder Kurzarbeit keine reguläre Ausbildung mehr möglich ist, müssen in jedem Fall individuelle Absprachen zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden erfolgen. Grundsätzlich ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, alle verfügbaren Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten.


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Ansprechpartner
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Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
Isabell Grella
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