Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2020

Studie

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern, Deutschland und China

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Bayern sowie Deutschland haben sich in den letzten Jahren intensiviert. Gleichzeitig bestehen auch erhebliche Hindernisse, vor allem bei hiesigen Direktinvestitionen in China. Um die Situation sowie Chancen und Risiken für bayerische Unternehmen zu analysieren, hat die vbw eine Studie bei der Prognos AG beauftragt.

Rahmenbedingungen für Investitionen verbessern

Zwar hat sich die chinesische Wirtschaft durch die Maßnahmen der letzten Jahre für ausländische Direktinvestitionen stärker geöffnet. Im Vergleich zu deutschen Begrenzungen für ausländische Direktinvestitionen ist China unter allen wichtigen Wirtschaftspartnern jedoch nach wie vor der verschlossenste Markt. Ein „Level-Playing-Field“ zwischen deutschen Investoren in China und chinesischen Investoren in Deutschland ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

Die Außenhandelsbeziehungen zwischen Wettbewerb und Partnerschaft balancieren

China ist für bayerische und deutsche Unternehmen ein sehr wichtiger Absatzmarkt und zunehmend auch ein Wettbewerber. Sowohl die bayerischen Exporte nach China als auch die bayerischen Importe aus China sind im vergangenen Jahrzehnt spürbar gestiegen. Die bilaterale Handelsbilanz zeigte sich dabei in den meisten Jahren ausgeglichen. In einem Exkurs beleuchtet die Studie auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland, Bayern und China unter Corona.

Der Neuen Seidenstraße strategisch begegnen

Die Studie betrachtet auch Chancen und Risiken der Neuen Seidenstraße. Aus Sicht Deutschlands und Bayerns lässt die Neue Seidenstraße vor allem Impulse im Handel mit China erwarten. So verbessern die Infrastrukturvorhaben der Neuen Seidenstraße insbesondere die Güterzugstrecke zwischen Europa und China. Das Projekt ist aber nicht nur mit Chancen, sondern auch mit Risiken für deutsche und bayerische Unternehmen verbunden. Durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sichert sich China nicht nur einen besseren Zugang zu den Märkten im Westen, sondern auch eine stärkere Kontrolle über internationale Logistikketten. Das System des Staatskapitalismus und wachsende wirtschaftliche Abhängigkeiten lösen zunehmend Unruhe aus.


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Janina Steinle

Außenwirtschaft

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