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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw befürwortet Verlängerung der Sonderregelungen zur Kurzarbeit / Brossardts Appell an Koalitionsausschuss: „Keine Pflicht zur Weiterbildung“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. befürwortet eine Verlängerung der Kurzarbeitergeld-Sonderregelungen.

„Gerade im industriellen Bereich wie zum Beispiel dem Automobilzulieferbereich, der Luftfahrt und dem Maschinenbau ist zu erwarten, dass die Krise frühestens Ende 2021 überwunden ist. Mit Blick auf geplante Beratungen im Koalitionsausschuss und im Bundeskabinett weisen wir darauf hin, dass die Unternehmen weiterhin das Instrument der Kurzarbeit benötigen, um Liquidität zu sichern und Mitarbeiter im Betrieb zu halten. Nach mehr als vier ganzen Monaten, in denen Betriebe Kurzarbeit abgerechnet haben, liegt der durchschnittliche Arbeitsausfall bundesweit bei rund 40 Prozent. Im Regelfall wird also produziert, aber bei Weitem nicht und schon gar nicht dauerhaft unter Volllast. Daher ist es sinnvoll, die Kurzarbeitergeld-Regelung zu verlängern. Trotz Kurzarbeit können bei Arbeitgebern erhebliche Personalkosten verbleiben. Essenziell ist daher die weitere volle Erstattung der Sozialabgaben, um die Liquidität der betroffenen Unternehmen während Kurzarbeit zu erhalten und letztlich Insolvenzen zu vermeiden. Diese Maßnahmen verschaffen den Unternehmen Planungssicherheit“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw warnt aber vor einer verpflichtenden Koppelung der Sonderregelungen an Weiterbildungsmaßnahmen. Brossardt: „Weiterbildung kann für Betriebe sinnvoll sein und ist aufgrund der Fördermöglichkeiten durch die Bundesagentur für Arbeit attraktiv. Eine Pflicht zur Qualifizierung als Anspruchsvoraussetzung für den verlängerten Zugang zum Kurzarbeitergeld oder die volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge ist allerdings abzulehnen. Das wäre eine deutliche Belastung für die Unternehmen. Gleichzeitig erteilen wir vorteilhafteren Regelungen für jene Betriebe, die Weiterbildungen durchführen, eine Absage. Eine unterschiedliche Behandlung von Unternehmen, die sich in der Krise befinden, muss ebenso unterbleiben wie der indirekte Zwang zur Qualifizierung. Weiterbildung muss immer bedarfsgerecht erfolgen.“