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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw: Rohstoffpreise 2019 gesunken / Brossardt: „Zeichen einer schwachen globalen Konjunktur“

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 Rafael Freckmann
Rafael Freckmann
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist von 138,8 Punkten im Jahr 2018 auf 122,5 Punkte im Jahresdurchschnitt 2019 gesunken. Das ist eine Verringerung von 11,7 Prozent. „Natürlich bedeutet dies für Unternehmen, die auf Rohstoffe angewiesen sind, zunächst eine finanzielle Entlastung. Die gesunkenen Rohstoffpreise sind aber vor allem Ausdruck der schwachen globalen Konjunktur. Und dies belastet unsere exportorientierte Wirtschaft und Industrie viel stärker“, bilanziert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Während sich der Indikator im zweiten und dritten Quartal des Jahres stetig abwärtsgerichtet entwickelte, zeigte er zum Jahresende wieder nach oben“, so Brossardt. Die Preise für Industriemetalle gingen im Jahr 2019 mehrheitlich zurück. Aluminium und Blei verbilligten sich gegenüber 2018 um 15,1 bzw. 11,0 Prozent. Auch die Preise für Kupfer nahmen um 8,0 Prozent ab, für Stahlschrott sogar um 20,9 Prozent. Bei den Edelmetallen verlief die Preisentwicklung nicht gleichgerichtet. Gold verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,8 Prozent, Silber um 1,4 Prozent. Die Preise für Platin fielen hingegen im Vergleich zu 2018 um 3,5 Prozent. Die Preise für Seltene Erden sind gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7 Prozent gesunken. Im Jahresverlauf waren die Preise auf einem relativ stabilen Niveau.

Entwicklung vbw Rohstoffpreisindex:

Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019 Q3/2019 Q4/2019
131,3 131,2 125,6 117,3 115,9

Zur Berechnungsmethode: In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein, die für die bayerische Wirtschaft maßgeblich sind (Preise auf US-Dollar-Basis). Die Preise werden entsprechend des Importanteils des jeweiligen Rohstoffs nach Bayern gewichtet. Das heißt: Je größer der Anteil des entsprechenden Stoffs an den bayerischen Importen, desto stärker fließt er in die Indexberechnung mit ein. Basisjahr (Index = 100) ist das Jahr 2005. Die Rohölpreisentwicklung ist nicht berücksichtigt.