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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw: Fortschritte beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Oberpfalz / Fischer: „Handlungsbedarf besteht bei 5G und Glasfaser“

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 Rafael Freckmann
Rafael Freckmann
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Der Freistaat Bayern und die Region Oberpfalz haben in den letzten Jahren konsequent in den Ausbau digitaler Netze investiert. Zeitgleich hat die Corona-Krise der Digitalisierung einen Schub verliehen. Das ist das Ergebnis zweier Studien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

„Im Regierungsbezirk Oberpfalz können durchschnittlich etwas weniger Haushalte schnelles Internet nutzen als im bayernweiten Vergleich. Knapp 94 Prozent haben einen 30 Mbit/s Anschluss zur Verfügung, während es im Freistaat 95,7 Prozent sind. Immerhin mehr als 90 Prozent der Haushalte können auf einen Anschluss mit Bandbreite bis zu 50 Mbit/s zurückgreifen. Jedoch liegt der Zuwachs im ländlichen Raum der Oberpfalz mit 1,3 Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt: Hier stehen nun insgesamt 88,8 Prozent aller Haushalte eine Datengeschwindigkeit von 30 Mbit/s zur Verfügung. Die Oberpfalz hat also noch Nachholbedarf, den digitalen Versorgungsgrad in der Fläche zu vollenden. Erfreulicherweise ist hingegen der Zugang zu superschnellen Glasfaseranschlüssen: Die Oberpfalz schneidet mit 17,1 Prozent an angeschlossenen Haushalten besser ab als Bayern mit 15,3 Prozent“, sagt Stephan K. Fischer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender vbw Bezirksgruppe Oberpfalz und ergänzt: „Gerade die Auswirkungen der Corona-Krise machen deutlich, dass wir den digitalen Versorgungsgrad auch im ländlichen Raum weiter forcieren müssen: Immerhin haben aktuell 223 von insgesamt 226 Gemeinden Anträge zum Breitband-Förderprogramm der bayerischen Landesregierung eingereicht oder sind bereits gefördert worden.“

Thomas Ebeling, Landrat vom Landkreis Schwandorf sagte: „Wir haben in den letzten Jahren gerade auch in der Oberpfalz große Fortschritte erzielt, was den Breitband- und den Mobilfunkausbau angeht. Allerdings müssen wir weiterhin große Anstrengungen unternehmen, um möglichst schnell eine flächendeckende Versorgung gewährleisten zu können.“

Die beachtlichen Fortschritte beim Netzausbau in Bayern sind den Unternehmen in der Krise zugutegekommen. Denn während des Lockdowns haben die Netze dem gestiegenen Bedarf deutlich besser standgehalten als von vielen erwartet. Allerdings gibt es auch in diesem Bereich für die Oberpfalz noch Nachholbedarf. „Diese rasante Entwicklung gelingt nur mit einer Kombination von kommunalem Engagement, gezielten Förderprogrammen und technischem Fortschritt. Diesen Schwung müssen wir nutzen, um spätestens 2025 eine lückenlose Versorgung mit Glasfaser und 5G zu erreichen. Der zügige Ausbau ist für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit unseres Standorts essenziell“, so Fischer.

Beim Thema Mobilfunk geben 96 Prozent der Unternehmen in Bayern an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein. 2018 waren es noch 86 Prozent. „Die Mobilfunkversorgung in der Oberpfalz ist insgesamt gesehen gut. Es gibt aber immer noch Funklöcher auf den oberpfälzischen Verkehrswegen, gerade auf den Bundesstraßen, die es zu schließen gilt. Wir appellieren an die Gemeinden deshalb das jüngste bayerische Gigabit-Förderprogramm aktiv zu nutzen. Denn es lohnt sich: Dank des bayerischen Breitbandförderprogramms werden aktuell 6.800 Kilometer Glasfaser in der Oberpfalz neu verlegt und so rund 14.000 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt werden über 109.000 Haushalte mit schnelleren Anschlüssen versorgt“, sagt Fischer.

Die Studie „Breitbandbedarf der bayerischen Unternehmen 2020 – leitungsgebunden und mobil“ steht unter: www.vbw-bayern.de/breitbandbedarf und die Studie „Versorgungsgrad der digitalen Infrastruktur in Bayern“ steht unter www.vbw-bayern.de/versorgungsgrad zum Download bereit.