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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw: Energiewende kommt weiterhin nicht voran / Hatz: „Absenkung der Stromsteuer als starkes Signal für Versöhnung von Ökonomie und Ökologie gefordert“

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 Rafael Freckmann
Rafael Freckmann
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Bei der heutigen Vorstellung des 8. Energiewende-Monitorings der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erklärt vbw Präsident Wolfram Hatz: „Eine erfolgreiche Energiewende liegt unverändert in weiter Ferne. Der Netzausbau kommt nicht schnell genug voran. Die erneuerbaren Energien sind nach starken Ausbaujahren zuletzt ins Stocken geraten. Deutschland ist nach wie vor eines der Länder mit den höchsten Industriestrompreisen. Schließlich sind die Treibhausgasemissionen nicht so stark gesunken wie angestrebt.“

Um die Strompreise auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau zu reduzieren, fordert die vbw eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtliche Minimum. „Niedrige Strompreise stärken den Standort und sind ein wirksamer Treiber für den Klimaschutz. Als vbw fordern wir daher die politischen Akteure in Berlin dazu auf, parteiübergreifend eine Absenkung der Stromsteuer auf den Weg zu bringen. Das wäre ein starkes Signal für die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie“, fordert Hatz.

Ernüchternd ist, dass sich beim bundesweiten Monitoring kein einziges Kriterium verbessert hat. In Bayern haben sich „Energieeffizienz und Erneuerbare“ positiv entwickelt.
Auch das aktuelle Monitoring belegt, dass mehr Tempo beim Netzausbau notwendig ist. Hier steht die Ampel unverändert auf Rot. „Der verzögerte Netzausbau gefährdet nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern bringt auch höhere Strompreise und mehr CO2-Emissionen. Jeder Tag, der uns beim Netzausbau verloren geht, bedeutet mehr Netzstabilisierungsmaßnahmen und damit Mehrkosten in Milliardenhöhe“, mahnt Hatz.

Der vbw Präsident macht deutlich, dass eine erfolgreiche Energiewende Kompromisse braucht. „Ich kann nicht gegen Stromleitungen, gegen Windräder, gegen Wasserkraft und gleichzeitig für die Energiewende und für den Klimaschutz sein. Wer die Energiewende will, muss auch ertragen, dass sie stattfindet. Und er muss ertragen, dass man diese Veränderung auch sieht“, unterstreicht Hatz.

Das 8. Monitoring der Energiewende enthält erstmals auch deutlich erweiterte Indikatoren zum Klimaschutz, zum Bespiel Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur, Anteile der verschiedenen Heizungssysteme und Daten zur Sanierungsquote. Künftig sollen damit Ergebnisse verschiedener Maßnahmenpakete zum Klimaschutz genauer nachverfolgt und verglichen werden können.

Angesichts dieser Gesamtsituation bilanziert der vbw Präsident: „Die Energiewende tritt auf der Stelle. Deshalb müssen wir endlich aufhören, zu zögern, zu zweifeln und zu zaudern. Ich bin davon überzeugt: Wenn wir den Umbau unseres Energiesystems als Kraftakt begreifen, den Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam tragen, können wir die Energiewende zum Erfolg machen – zum Schutze des Klimas, aber auch zum Wohle der Wirtschaft und der Arbeitsplätze in unserem Land.“

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