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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw: Beachtliche Fortschritte beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in Niederbayern / Dr. Pröckl: „Handlungsbedarf besteht bei 5G und Glasfaser“

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 Evi Moder
Evi Moder
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Der Freistaat Bayern und die Region Niederbayern haben in den letzten Jahren konsequent in den Ausbau digitaler Netze investiert. Zeitgleich hat die Corona-Krise der Digitalisierung einen Schub verliehen. Das ist das Ergebnis zweier Studien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. „Im Regierungsbezirk Niederbayern können bereits viele Haushalte schnelles Internet nutzen. Rund 91 Prozent haben einen 30 Mbit/s Anschluss zur Verfügung. Und knapp 87 Prozent der Haushalte können sogar auf einen Anschluss mit Bandbreite bis zu 50 Mbit/s zurückgreifen. Erfreulich ist der überdurchschnittliche Zuwachs im ländlichen Raum Niederbayerns im bayernweiten Vergleich von 5,5 Prozent: Hier steht nun insgesamt 86 Prozent aller Haushalte eine Datengeschwindigkeit von 30 Mbit/s zur Verfügung. Das ist ein großer Erfolg in dem Bestreben, den digitalen Versorgungsgrad auch in der Fläche zu vollenden“, sagt Dr. Thomas Pröckl, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Niederbayern und ergänzt: „Diese Entwicklung ist insbesondere auch dem Engagement der niederbayerischen Kommunen zu verdanken: Aktuell haben 257 von insgesamt 258 Gemeinden Anträge zum Breitband-Förderprogramm der bayerischen Landesregierung eingereicht oder sind bereits gefördert worden.“

Josef Laumer, Landrat des Landkreises Straubing-Bogen erklärte: „Wir wissen von unseren Besuchen bei den Betrieben vor Ort, wie wichtig für diese eine entsprechende digitale Infrastruktur ist. Dies ist heutzutage ein Standortmerkmal. Wir bedanken uns auch bei den Kommunen vor Ort, die große Anstrengungen unternehmen, um an Förderprogrammen teilnehmen zu können.“

Die beachtlichen Fortschritte beim Netzausbau sind den Unternehmen in der Krise zugutegekommen. Denn während des Lockdowns haben die Netze dem gestiegenen Bedarf deutlich besser standgehalten als von vielen erwartet. „Diese rasante Entwicklung gelingt nur dank der Kombination von kommunalem Engagement, gezielten Förderprogrammen und technischem Fortschritt. Diesen Schwung müssen wir nutzen, um spätestens 2025 eine lückenlose Versorgung mit Glasfaser und 5G zu erreichen. Der zügige Ausbau ist für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit unseres Standorts essenziell“, so Pröckl. In Niederbayern waren Ende 2019 erst 13,5 Prozent der Haushalte an Glasfaser angeschlossen.

Beim Thema Mobilfunk geben 96 Prozent der Unternehmen in Bayern an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein. 2018 waren es noch 86 Prozent. „Die Mobilfunkversorgung in Niederbayern ist insgesamt gesehen gut. Gerade die Versorgung der ICE-Strecken und der Autobahnen hat sich spürbar verbessert. Es gibt aber immer noch Funklöcher auf den niederbayerischen Verkehrswegen, gerade auf den Bundesstraßen, die es zu schließen gilt. Wir appellieren an die Gemeinden deshalb das jüngste bayerische Gigabit-Förderprogramm aktiv zu nutzen. Denn es lohnt sich: Dank des bayerischen Breitbandförderprogramms werden aktuell mehr als 10.800 Kilometer Glasfaser in Niederbayern neu verlegt und so fast 21.000 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt werden knapp 147.000 Haushalte mit schnelleren Anschlüssen versorgt“, sagt Pröckl.