Die bayerische Wirtschaft

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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Studien zur Standortqualität: Bayern verbessert sich im Dynamik-Ranking insgesamt / Brossardt: „Kosten bleiben größter Standortnachteil und verschärfen sich“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
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Der Standort Bayern konnte sich zuletzt wieder etwas besser entwickeln. Das ist das Ergebnis der Neuauflage der Studie „Dynamik-Ranking“ über die Qualität des Industriestandorts der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt wurde.

Demnach steigt Bayern auf den 20. Platz auf. Im Jahr 2018 lag Bayern auf Rang 29 von 45 betrachteten Staaten. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Bayern belegt damit einen guten Mittelfeldplatz. Das ist ein guter Wert, auch weil die Betrachtung viele schnell wachsende Schwellenländer mit einbezieht und die Industrieländer wie Deutschland und Bayern naturgemäß langsamer wachsen.“

Vor allem innerhalb der Gruppe der Industrieländer schneidet Bayern mit 99,5 Punkten überdurchschnittlich ab. Diese erreichen im Dynamikranking im Schnitt 94,9 Punkte, die europäischen Industrieländer kommen mit 94,1 Punkten auf einen noch etwas geringeren Wert. Nur fünf Industrieländer sind besser platziert als Bayern: Südkorea (13.), die Schweiz (15.), Schweden (17.), Italien (18.) und Portugal (19.).

Brossardt bezeichnete Spitzenreiter China (137,5 Punkte) als größte Herausforderung, zumal die Wettbewerbsintensität Bayerns mit China am größten ist. Auf den Plätzen folgen Peru, Russland, Polen, Rumänien und Indonesien, deren Standortfaktoren sich von niedrigem Niveau aus zwangsläufig dynamischer entwickeln. Deutschland insgesamt (Platz 24; 98,7 Punkte) kletterte um zwei Plätze nach oben, liegt aber weiter hinter Bayern.

Am besten schneidet Bayern beim Standortfaktor Infrastruktur ab (Rang 7). Brossardt: „Der Freistaat hat seine traditionellen Stärken weiter ausgebaut. Die leistungsfähigeren Logistiksysteme, die relative Verbesserung der Breitbandentwicklung sowie ein weiter optimiertes Innovationsumfeld sind wichtige Gründe dafür.“ Leicht überdurchschnittliche Platzierungen erreicht Bayern zudem in den Kategorien Staat (21.), Ressourcen (22.) und Wissen (23.).

Das Hauptproblem bleiben die Kosten: Platz 42. „Dieser Standort- und Wettbewerbsnachteil vergrößert sich. Insbesondere die Arbeitskosten und Steuern schlagen negativ zu Buche. Steuerreformen in manchen Industrieländern bringen diesen hingegen verbesserte Ränge“, so Brossardt. Er appelliert, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen: „Die Verbesserung der Standortbedingungen ist eine Daueraufgabe, und sie ist im konjunkturellen Abschwung dringlicher denn je.“